
Die indische Küche ist so bunt und vielfältig wie kaum eine andere. Insbesondere im Ayurveda wird der Ernährung ein hoher Stellenwert für den Erhalt der Gesundheit beigemessen. Dabei spielt nicht nur die sorgfältige Auswahl der Nahrungsmittel eine wichtige Rolle, sondern auch die verwendeten Gewürze. Alles, was du über die ayurvedische Ernährung wissen musst, lernst du in der Ausbildung zum Ernährungsberater und Gesundheitscoach.
Was lernt man bei der Ausbildung zum Ayurveda Ernährungsberater?
Die Ausbildung zum ganzheitlichen Ayurveda-Ernährungs- und Gesundheitsberater (EBA) wird an der Europäischen Akademie für Ayurveda in Birstein (Deutschland) angeboten. Aber auch in der Schweiz und in Österreich gibt es Weiterbildungen zu diesem Thema. Unter der fachkundigen Anleitung von Dozenten wie Kerstin Rosenberg, Oliver Becker, Claudia Pillai, Petra Wolfinger und Ulrike Kienzle werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit der ayurvedischen Ernährungslehre und Diätetik vertraut gemacht. Dabei steht der Ausgleich der psychischen und körperlichen Konstitution im Mittelpunkt. Darüber hinaus wird der Erhalt der Gesundheit auf der Basis der ayurvedischen Psychologie beleuchtet. Ein weiterer Punkt auf dem Lehrplan widmet sich der Behandlung von individuellen Störungen im Befinden des Menschen.
Inhalte der ayurvedischen Ausbildung
Die Ausbildung an der Akademie baut auf der ayurvedischen Ernährungs- und Lebenskunde auf, die der indischen Heilkunst entstammt. Dabei wird ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt, der die Grundlagen der ayurvedischen Lehre praxisnah vermittelt. Ziel ist es, den ganzheitlichen Einsatz von Gewürzen und Nahrungsmitteln für therapeutische und praktische Zwecke zu erlernen. Dadurch können:
- eine Ayurveda-Therapie für Körper und Geist auf der Basis der ayurvedischen Ernährung und ganzheitlichen Gesundheit angeboten werden.
- lehrreiche Kochkurse mit überwiegend ayurvedischen Rezepten sowie Beratungen zur Förderung des persönlichen Gleichgewichts abgehalten werden.
- an der eigenen Kochkunst und einer gesunden Ernährung gefeilt sowie reichlich Wissen über die eigene Konstitution im Ayurveda generiert werden.
Warum eine Ayurveda Ausbildung für Ernährung und Gesundheit?
Bei einer Ayurveda-Ernährungsberater-Ausbildung handelt es sich um ein Studium von der Nahrung nach ayurvedischen Prinzipien. Es werden diätetische Konzepte erstellt, die typgerecht anzuwenden sind und einfach in das alltägliche Leben integriert werden können. In der Ayurveda Ernährung werden bestimmten Gewürzen, Kräutern und Nahrungsmitteln bestimmte Heilqualitäten zugeschrieben. Durch die richtige Ernährung, die nicht zuletzt auf den drei Doshas (Vata, Pitta und Kapha) basiert, kann die Gesundheit des Menschen positiv beeinflusst werden.
Neben der individuellen Konstitution wird bei der Konzeptionierung von Speiseplänen und Gesundheitsempfehlungen aber auch auf die richtige Kombination von Lebensmitteln, geregelte Mahlzeiten und die Verdauung geachtet. Dank dieser Herangehensweise können ernährungsbedingte Beschwerden und emotionale Probleme gelindert werden. Darüber hinaus kann ein Leben, das nach den Prinzipien des Ayurveda geführt wird, eine wertvolle Maßnahme zur Prävention von Krankheiten sein. Eine ayurvedische Gesundheits- und Ernährungsberatung kann also eine gesunde Therapie für Körper und Geist sein, die auch unterstützend zu medizinischen Maßnahmen angewendet werden kann.
Essen auf der Basis von Ayurveda
Ein Ayurveda Gesundheitsberater weiß, wie wichtig eine ausgewogene Ernährung für eine ganzheitliche Gesundheit ist. Denn falsche Essgewohnheiten und zu wenig Bewegung können den Körper belasten und das Auftreten von Krankheiten begünstigen.
In der ayurvedischen Küche gilt eine Mahlzeit dann als gesund, wenn alle Geschmacksrichtungen, nämlich salzig, sauer, süß, scharf, herb und bitter, vertreten sind. Damit die Nahrung Energie und Lebenskraft verleiht, sollten gekochte Speisen immer frisch zubereitet werden. Außerdem sollte nur gegessen werden, wenn man Hunger hat. Zwischen jeder warmen Mahlzeit sollte so viel Zeit verstreichen, dass die Verdauung bereits abgeschlossen ist. Warmes Wasser oder Tee sind kalten Getränken vorzuziehen. Viel Gemüse und Gewürze sind in ayurvedischen Rezepten ein fester Bestandteil.
Kennst du deinen Dosha-Typ?
Generell lautet das Motto in der Ayurveda-Küche „back to nature“. Das Kochen und Essen soll möglichst im Einklang mit der Natur und auf dem Fundament der drei Doshas Vata, Pitta und Kapha passieren. Wer seinen Dosha-Typ herausfinden möchte, der kann einen Ayurveda-Arzt oder Experten aufsuchen oder zum ersten Kennenlernen einen Dosha-Test machen. Auch in der Ausbildung zur Ayurveda-Ernährungs- und Gesundheitsberater lernt man alle Grundlagen der ayurvedischen Ernährung und Diätetik anhand von Vorträgen, Gruppenarbeiten, Praxistraining und Fallbeispielen kennen. Die Ausbildung umfasst 180 Stunden Unterrichtsstunden. Es werden die Themenbereiche typgerechte Stoffwechseloptimierung und Beratung, Nahrungsmittelkunde und Hausapotheke sowie die typgerechte Ernährung behandelt. Die Prüfung zum Erhalt des Zertifikates findet zirka vier Monate nach dem Ende der Ausbildung statt. Voraussetzungen zur Teilnahme an dem Kurs gibt es keine.