Wie kann ich mein inneres Kind heilen und verstehen?
Das Modell des inneren Kindes wurde durch die Werke von John Bradshaw sowie Erika J. Chopich und Margaret Paul populär. Es repräsentiert die in unserem Gehirn gespeicherten Gefühle, Erinnerungen und Erfahrungen aus unserer Kindheit und dient als Symbol für diese inneren Erlebnisse. Das innere Kind und die Aussöhnung damit sind in der Psychotherapie wichtig, da viele Traumata hier ihren Ursprung haben.
In der Kindheit wird das Urvertrauen von Menschen aufgebaut und viele unserer Glaubenssätze im Leben haben hier ihren Ursprung. Kinder sind auf die Fürsorge und Liebe von erwachsenen Menschen angewiesen. Sie können sich selbst weder versorgen noch die Welt erklären. Diese Reste aus der kindlichen Prägung spielen eine große Rolle in unseren Beziehungen. Hier sind wir verletzlich, offen und reagieren oft unbewusst und aus dem Bauch heraus.
Inneres-Kind-Arbeit kann sinnvoll sein, wenn
- du das Gefühl hast, immer in toxischen Beziehungen zu sein.
- du harmoniesüchtig bist und es immer allen anderen Menschen recht machen möchtest.
- du einen Hang zum Perfektionismus hast und nichts aus der Hand geben kannst.
- du Probleme damit hast, anderen Menschen zu vertrauen.
Die Beschäftigung mit dem Kind in uns kann unsere Beziehung zu uns selbst verbessern und uns helfen, unser Handeln zu verstehen. Durch das Heilen alter Verletzungen fällt es uns automatisch leichter, mit anderen Menschen offen zu kommunizieren und unsere Bedürfnisse und Wünsche klarer zu benennen. Neben einer Gesprächstherapie gibt es noch weitere Methoden, versöhnlich Kontakt mit uns selbst aufzunehmen, auch wenn wir längst erwachsen sind.