
Sei es nun das Shampoo, die Körpercreme oder der Lippenstift, Kosmetikprodukte selber herzustellen liegt gerade absolut im Trend. Das macht nicht nur Spaß, schont die Umwelt und die Geldbörse, sondern man weiß auch ganz genau, was in jedem einzelnen Pflege- oder Beauty-Produkt drinnen steckt. Angesichts der steigenden Temperaturen und der bevorstehenden Sommerhitze fragt sich jetzt bestimmt der eine oder andere, wie man denn Deos selber machen kann. Kein Problem, denn hier findest du die besten Anleitungen, Kurse, Tipps und Tricks für Deodorants der Marke Eigenbau.
Inhalt:
- Warum sollte man Deos selber machen einmal ausprobieren?
- Was sind die wichtigsten Bestandteile eines selbstgemachten Deos?
- Grundlegende Anleitung für ein DIY-Deo auf natürlicher Basis
- Wo bekommt man tolle Rezepte und Einblicke in die Deo-Herstellung?
- Alle Kursinhalte auf einen Blick
- Unser Fazit: Deos selber machen lohnt sich in vielerlei Hinsicht
Warum sollte man Deos selber machen einmal ausprobieren?
Vor allem junge und fortschrittlich denkende Leute möchten heutzutage mehr Naturkosmetik benutzen, auf die Nachhaltigkeit der verwendeten Produkte achten, möglichst alle Inhaltsstoffe kennen und einen Zero-Waste-Lifestyle führen. Bewussteres Konsumieren könnte demnach also das Motto lauten, dem sich immer mehr Menschen rund um den Globus verschreiben. Manche fühlen sich dem vielleicht sogar verpflichtet und möchten durch ihr alltägliches Handeln zumindest einen kleinen Beitrag für eine bessere Welt mit weniger Müll, Umweltverschmutzung und (Tier-)Leid leisten. Außerdem bieten selbstgemachte Körperpflege- und Beauty-Produkte den großen Vorteil, dass sie den individuellen Bedürfnissen entsprechend hergestellt werden können.
Wer ein Deo selber machen möchte, der wird im Internet auf unzählige Rezepte und Anleitungen stoßen. Doch woran erkennt man ein gutes Rezept und worauf kommt es überhaupt beim DIY-Deo an? Petra Loley, die Geschäftsführerin und Gründerin der Kosmetikmacherei in Wien, weiß ganz genau, worauf man bei der Zubereitung des Deodorants achten sollte. Allem voran sollte jedenfalls die Frage stehen, wie denn das Deo wirken soll. Nur so können die gewünschten Effekte erzielt und unschöne Nebenwirkungen, wie beispielsweise allergische Reaktionen, möglichst verhindert werden. Das Gewusst-Wie ist demnach der zentrale Punkt, der aus einer gezielten Mischung von Rohstoffen ein funktionierendes Endprodukt macht.
Was sind die wichtigsten Bestandteile eines selbstgemachten Deos?
Ganz egal, ob Deo-Spray, Deo-Roller, Deo-Puder oder Deo-Creme, ein selbstgemachtes Deo kann in unterschiedlichen Ausführungen hergestellt werden. Die Basis bildet für gewöhnlich immer eine Emulsion, also ein Öl-Wasser-Gemisch. Für ein natürliches Deo kannst du Kokosöl in Bio-Qualität als eine der Haupt-Zutaten verwenden. Weitere wichtige Bestandteile eines Deos neben dem Kokosöl sind unter anderem Natron, Tonerde, Stärke, Zinkoxyd sowie auch Milchsäure zur Regulierung des PH-Werts.
Wie immer gilt: Egal ob kompliziertes oder einfaches Rezept, auf die richtigen Zutaten und deren gewissenhafte Kombination kommt es an. Davon sind auch selbstgemachte Deodorants, deren Grundrezeptur immer aus hochwertigen Rohstoffen und einer Prise Liebe bestehen sollte, nicht ausgenommen.
Zudem ist es wichtig zu wissen, dass die Aufgabe eines gekauften oder DIY-Deos primär darin besteht, den unangenehmen Geruch zu mindern. Es kann den Schweiß jedoch im Gegensatz zum Antitranspirant nicht zurückhalten.
Grundlegende Anleitung für ein DIY-Deo auf natürlicher Basis
Zunächst werden alle festen Zutaten des Deo-Rezeptes miteinander vermischt. Anschließend wird das flüssige Fett-Wachs-Gemisch beigemengt. Dann werden alle Zutaten mit einem Mixer oder von Hand gut miteinander verrührt, sodass eine homogene Masse entsteht.
Für einen angenehmen Duft und/oder eine antibakterielle Wirkung kann man zusätzlich ein paar Tropfen eines ätherischen Öls (zum Beispiel Teebaumöl, Salbei-Öl, Melissen-Öl) hinzufügen. Die flüssige oder gelartige Masse kann anschließend in ein Roll on Glas, eine Sprühflasche oder einen Tiegel gefüllt werden.
Ein Deo auf Wasser-Basis kann schon in wenigen Minuten hergestellt werden. Die Deo-Creme beziehungsweise der Deo Stick benötigt etwas mehr Zeit, da die Masse etwas eindicken muss. Die Haltbarkeit eines selbstgemachten Deodorants in Bio-Qualität liegt bei etwa vier bis fünf Monaten.
Unser Tipp: Für jene Glücklichen unter uns, die nur sehr wenig nach Schweiß riechen, könnte schon eine einzige Zutat des selbstgemachten Deos vollkommen ausreichend sein: Kokosöl (am besten in Bio-Qualität). Davon kann man bei Bedarf eine erbsengroße Menge unter die Achseln schmieren, um die unangenehmen Gerüche schnell in einen angenehmen Duft zu verwandeln.
Wo bekommt man tolle Rezepte und Einblicke in die Deo-Herstellung?
Der Kurs „Haut & Haar II - Deo, Zahnpasta & Co“ von der Kosmetikmacherei aus Wien (Österreich) ist ideal für alle, die tiefe Einblicke in die Welt des Kosmetikrührens erhalten möchten. Hier können Interessierte, die bereits erste Erfahrungen im Selbermachen von Kosmetik sammeln konnten (zum Beispiel im Basis-Kurs „Haut & Haar I - Individuelle Pflege selbst gemacht“), die unterschiedlichen Herstellungsweisen von Kosmetikartikeln wie Deos, Zahnpasten, etc. erlernen. Hierbei handelt es sich also um einen weiterführenden Kurs, der auf bereits erworbenem Grundlagenwissen aufbaut und der theoretischen wie praktischen Vertiefung dient.
Alle Kursinhalte auf einen Blick
Das Hauptaugenmerk des Haut & Haar II-Kurses liegt auf dem Erwerb von theoretischem Wissen und praktischen Kompetenzen im Hinblick auf die verwendeten Rohstoffe und Herstellungstechniken von selbstgemachter Kosmetik. Die O/W und W/O Emulsionen stehen genauso im Fokus des weiterführenden Kurses wie die dazu gehörigen Emulgatoren. Darüber hinaus wird Wissenswertes rund um den HLB-Wert und PH-Wert sowie auch über die Arbeit mit Liposomen ergründet. Unter einer fachkundigen Anleitung werden insgesamt fünf verschiedene Produkte von jedem Teilnehmer und jeder Teilnehmerin hergestellt:
- Deo
- Zahnpasta
- Hyaluronserum
- Peeling-/Waschcreme
- Spezial Augen-Liposomen-Gel
Der Kurs findet direkt in der Kosmetikmacherei in 1080 Wien statt und dauert insgesamt fünf Stunden, wobei kürzere Pausen eingeplant sind. Im Kursbeitrag (€ 165,00 pro Person) sind alle Arbeitsmaterialen, ein ausführliches Skriptum sowie viele wertvolle Tipps und Tricks enthalten. Alle im Kurs hergestellten Produkte dürfen mit nach Hause genommen werden.
Unser Fazit: Deos selber machen lohnt sich in vielerlei Hinsicht
Egal ob flüssig, gelartig, cremig oder fest – gute selbst gemachte Deos sind keinesfalls schlechter als gekaufte Deos. Sie können den Träger oder die Trägerin den ganzen Tag vor schlechten Gerüchen schützen und in einen frischen Duft hüllen. Da die Rezepturen individuell zusammengestellt und angepasst werden können, sind die selbst gemachten Deos besonders gut für allergische und/oder empfindliche Haut geeignet.
Und das Beste daran: Leere Deo-Behälter müssen nicht im Müll entsorgt werden, sondern sie können mit der selbst hergestellten Masse jederzeit und unkompliziert wieder nachgefüllt werden. Das tut nicht nur den Menschen gut, sondern schont zugleich unsere Umwelt.