
Bist du auf der Suche nach frischen Nailart-Ideen für den Sommer, die über Pastellfarben, florale Muster und helle Designs hinausgehen? Warum lässt du dich nicht von anderen Kunstformen, wie zum Beispiel von Kintsugi Nails inspirieren? Ähnlich wie die Technik, mit der man ein Kirchenfenster herstellt, hat Kintsugi die Welt der Nailart inspiriert, den Kintsugi-Effekt auf die Fingernägel zu übertragen. Kintsugi Nails sind eine originelle Art, deine Maniküre zu pimpen, indem du ihr einen Hauch von Modernität und Eleganz sowie eine versteckte Botschaft verleihst.
Kintsugi Nails – was hat es damit auf sich?
Kintsugi Nails basieren auf dem aus Japan kommenden Konzept des Kintsugi, was soviel wie "goldene Fuge" bedeutet. Wenn nämlich ein Keramikgefäß in mehrere Teile zerbricht, werfen die Japaner es nicht in den Müll. Sie geben ihm ein zweites Leben und machen es noch eleganter, indem sie die Teile mit Gold- oder Silberpulver wieder zusammenfügen. Es geht also nicht mehr darum, die Mängel zu verbergen, sondern sie mit einer glänzenden Farbe an der Nahtstelle sichtbar zu machen.
Kintsugi besitzt eine echte Symbolik, die über das bloße Reparieren eines Gegenstandes hinausgeht. Tatsächlich wird Kintsugi zu einer Philosophie, denn der Gegenstand wird stoßfester, strahlender und somit zu einem Bild für körperliche und geistige Heilung.
Wie ist die Kunst des Kintsugi entstanden?
Kintsukuroi, oder auch goldene Tischlerei, ist eine über 400 Jahre alte japanische Kunst. Sie ist bekannt als ein Verfahren zur Reparatur von Töpferwaren, das die Kunst des Nichtverbergens ehrt. Den Japanern zufolge kam Kintsugi im 15. Jahrhundert zum Einsatz, als Ashikaga Yoshimasa versehentlich seine Teeschale zerbrach. Er schickte sie zur Reparatur nach China und als sie zusammengetackert zurückkam, war er ziemlich enttäuscht von der Lösung. Die Metallstifte, die in der Teeschale steckten, verwirrten ihn. Er stellte fest, dass die Risse mit Goldlack gefüllt waren. Der goldene Lack ließ die Teeschale tatsächlich wertvoller und einzigartiger aussehen. Nach einiger Zeit wurde die Schale wieder zu seinem Lieblingsstück. Die Besonderheit des Kintsugi basiert vor allem auf dem Gefühl des Bedauerns darüber, wenn etwas verschwendet wird und Veränderungen akzeptiert werden, wobei Risse und Fugen mit natürlichen Formen bedeckt werden. Die natürlichen Verwandlungen machen Dinge nach dieser Philosophie in der Tat schöner, seltener und origineller.
Warum ist diese Kunstform für eine Maniküre geeignet?
Kintsugi und Nagelkunst passen gut zusammen, weil es sehr einfach ist, eine Unvollkommenheit, eine verwachsene Maniküre oder einen abgesplitterten Nagel mit Blattgold oder Silber leicht auszubessern und so der Maniküre ein ganz neues Leben zu geben. Es ist eine schöne Erinnerung daran, dass man seine Unvollkommenheiten annehmen und etwas Schönes daraus machen sollte, egal ob auf Töpferware oder auf den Nägeln. Der Kintsugi-Effekt eignet sich nicht nur perfekt für Maniküren, sondern sorgt auch für Gesprächsstoff. Bist du neugierig auf diesen Look und möchtest ihn selbst nachmachen?
Wie kann man die Kintsugi-Maniküre selbst durchführen?
Auch wenn es auf den ersten Blick schwierig erscheint, die Kintsugi Technik im Rahmen einer Maniküre anzuwenden, erfordert es keinerlei Präzision. Warum ist das so? Weil Perfektion nicht gefragt ist, wenn man diesen Nailart-Trend umsetzen möchte. Unregelmäßigkeit ist das Schlüsselwort, da dieser philosophische Gedanke sich völlig von der Perfektion löst und die Schönheit der Vergänglichkeit preist. Um sie zu verwirklichen, brauchst du nur einen feinen Nailart-Pinsel und ziehst goldene oder silberne Rillen auf die Grundfarbe, im Idealfall durch unregelmäßige Linien, die zufällig durch die Nägel verlaufen. Für einen realistischeren Effekt trägst du mehrere Schichten auf, um einen Relief-Effekt zu erzeugen und so deine neue stylische Maniküre zu betonen.