
Wir alle kennen das Gefühl: egal, wie sehr du dich in einer Situation anstrengst und wie viel Arbeit du investierst - das Problem will einfach nicht gelöst werden. Du kannst nichts an der Sache ändern. Oft schieben wir dann unsere missliche Lage auf widrige Umstände und sehen uns selbst als Opfer. Übernehmen wir diese negativen Gefühle und versuchen nicht, etwas daran zu ändern, wird sich auch in unserem Leben nichts ändern. Aber wie verhalten wir uns richtig und wie schaffen wir es, raus aus der Opferrolle zu kommen?
Angst - eine wichtige Emotion im Leben
Kein Mensch fürchtet sich gerne. Wir leiden darunter. Das ist auch der Grund, weshalb wir oftmals versuchen unsere Furcht zu unterdrücken. Dabei ist Angst eine wichtige Emotion, die uns, ebenso wie Freude, Glück oder Lust, unser gesamtes Leben begleitet. Viele Menschen versuchen, die Angst zu unterdrücken, doch das kostet Energie und Lebensfreude, wie alles Unterdrückte. Es kostet nicht nur Kraft. Eine Person, die Angst unterdrückt, der wird sie nur noch mehr im Weg stehen. Durch das Verdrängen wird die Angst größer, nicht kleiner. Deswegen ist es so wichtig, dass wir eine neue, gelassene Einstellung zu unseren Ängsten bekommen.
Die Angst gehört zu unserem Leben. Wir mussten uns auf sie verlassen, um zu überleben. Als Erwachsener sieht die Situation ein wenig anders aus. Wir sollten uns im Prinzip vor fast gar nichts mehr fürchten. Wenn wir heute vor etwas Angst haben, liegt dies meist in unserer eigenen Verantwortung. Die Wurzeln liegen in unserem Unterbewusstsein und unserem Denken und Fühlen. Betrachten wir die Gedanken, die uns Angst machen, einmal näher, werden wir feststellen, dass es keine tatsächlichen äußeren Strategien gibt, sie zu beeinflussen. Wir fragen uns: "Was wenn ich versage?", "Was, wenn ich krank werde?".
Im Hier und jetzt ist alles gut. Doch unser Unterbewusstsein fokussiert sich gern auf das Negative. Viel Realer ist: Im Hier und Jetzt kann sich alles sowohl ins Positive als auch ins Negative entwickeln. Die Chancen stehen 50:50. Daher dürfen wir lernen, uns auf das Positive zu konzentrieren. Damit lenken wir die Aufmerksamkeit in die richtige Richtung und können so den weiteren Verlauf unseres Lebens und Erlebens beeinflussen.
Wie kann ich helfen, dass andere sich nicht als Opfer fühlen?
Schon von Anbeginn der Zeit an strebt der Mensch danach, irgendwo dazuzugehören. Das ist auch der Grund, warum wir uns in Rollen drängen lassen und diese bereitwillig mitspielen. Keiner ist selbst schuld daran, wenn er sich in der Opferrolle sieht. Die Erlebnisse der Jugend und Kindheit spielen eine große Rolle. Sind Dinge geschehen, die uns damals sehr bedrückt haben, weiß die betroffene Person, dass sie machtlos ist und sieht keinen Sinn im Handeln. Daher probiert sie gar nicht erst, das Leben zum Besseren zu wenden und aus der Opferrolle auszubrechen. Wichtig ist, dass wir die Menschen so annehmen, wie sie sind. Das unterstützt sie dabei, ihren Selbstwert zu finden und vielleicht sogar aus der Opferrolle ausbrechen zu können.
Hier findest du das gesamte Interview:
Das erwartet dich im Interview:
- 00:33 Profilerin - was ist das eigentlich?
- 02:10 Braucht man eine profunde Ausbildung für's Profiling?
- 02:57 Was bedeuten eine große Nase oder große Augen?
- 04:25 Was kann man in Augen lesen?
- 06:01 Warum setzt du dich so sehr mit Selbstwert und Selbstvertrauen auseinander?
- 10:24 Gibt es einen roten Faden, um sich selbst bewusst zu werden?
- 13:25 Mangeln Männer und Frauen gleich an Selbstbewusstsein?
- 15:10 Kann der Mann heute noch sein Selbstbewusstsein leben?
- 19:48 Gibt es einen Weg, um Angst zu vermeiden?
- 24:54 Woher kommt des Angst vorm Scheitern?
- 26:27 Wie erkenne ich, ob ich am Weg in die Opferrolle bin?
- 28:44 Tipps für das Bewusstsein als Mann