
Kennen Sie das? Sie halten sich an eine strenge Diät, schlüpfen regelmäßig in Ihre Turnschuhe und dennoch wollen einige Speckröllchen einfach nicht verschwinden? Die Kryolipolyse kann Sie in diesem Fall Abhilfe unterstützen. Hartnäckige Problemzonen sollen damit einfach „weggefroren“ werden können. Doch was steckt hinter dem neuen Beauty-Trend? Wie effektiv ist sie wirklich?
Kryolipolyse, Fett-weg-Trend durch Kälte
Lästige Speckröllchen einfach wegfrieren? Klingt fast zu schön, um wahr zu sein. Dennoch: Die neue Schönheitstechnik hat mittlerweile zahlreiche begeisterte Anhänger gefunden. Doch was versteht man unter Kryolipolyse nun genau? Der Begriff setzt sich aus den altgriechischen Wörtern kryos, lipa und lysis zusammen, was übersetzt so viel bedeutet wie: Frost-Fett-Auflösung. Ursprünglich kommt die Methode aus dem Medizinbereich für Schmerzbehandlungen. Auch das Cryofacial ist mit der neuen Beautytechnik verwandt. Hierbei wird mithilfe von Kälte die Durchblutung sowie die Kollagenproduktion im Gesichtsbereich angeregt. Die Haut wirkt danach praller und Falten verringern sich.
Ein anderer Begriff für die Kältebehandlung lautet „Coolsculpting“. Auch Spitzensportler wie Basketball-Star Dirk Nowitzki lieben die „Kältesauna“. Stehkabinen werden auf bis zu -165 Grad Celsius gekühlt, dadurch können Entzündungsherde erfolgreich eingedämmt werden. Hautkrankheiten oder Gelenkserkrankungen können sich mithilfe der Behandlung wesentlich bessern. Doch das ist nicht alles: Auch die körpereigene Kollagenproduktion wird angekurbelt, was die Haut schön straff macht und Hautalterung vorbeugt. Auch Cellulite kann erfolgreich damit behandelt werden.
Das Fett einfach wegfrieren – geht das?
Wie funktioniert nun aber das „Wegfrieren“ der Speckröllchen? Das Geheimnis liegt in der hohen Sensibilität der Fettzellen gegenüber normalen Körperzellen. Die Problemzonen werden auf -4 Grad Celsius abgekühlt, dadurch wir ein programmierter Zelltod (=Apoptose) der Fettzellen ausgelöst. Diese sterben ab und werden folgend über die Leber ausgeschieden. Dies passiert ganz ohne Schmerzen und Narbenbildung. Um die Haut bei der Kältebehandlung nicht zu verletzen, wird sie besonders geschützt. Nach nur wenigen Stunden haben die behandelten Regionen wieder normale Körpertemperatur erreicht. In den darauffolgenden zwei bis drei Monaten transportiert der Körper die abgestorbenen Fettzellen ab und die Ergebnisse werden sichtbar.
Welche Regionen lassen sich behandeln? Im Prinzip sind alle Problemzonen geeignet außer jene in Gesicht und Hals.
Geeignete Körperpartien:
- Bauch
- Oberschenkel
- Hüfte
- Taille
- Rücken (z. B. Speckfalten unterhalb der BH-Linie)
- Knie
- Reiterhosen
Experten raten dazu, die Behandlung bis zu dreimal – je nach Dicke der Fettschicht – durchführen zu lassen. Da die Patienten pro Sitzung etwa 20 bis 30 Prozent Fett verlieren können, ist die Beautymethode sehr von den individuellen Gegebenheiten abhängig.
Gibt es Nebenwirkungen?
Da es sich bei der Cryolipolyse um eine Kältebehandlung handelt, sollte sichergestellt sein, dass die Haut optimal geschont wird. Es besteht das Risiko, dass sie zu stark gekühlt wird und dadurch Hautrötungen entstehen können. Im schlimmsten – jedoch sehr seltenen Fall – kann es zu leichten Hautverbrennungen kommen. Der Abbau der Fettpölsterchen erfolgt normalerweise ebenmäßig. Sollten jedoch leichte Randbildungen – also fühl- oder sichtbare Übergänge – entstehen, können diese problemlos in einer weiteren Anwendung korrigiert werden.
Grundsätzlich handelt es sich jedoch um ein sehr sicheres und schonendes Verfahren. Nach der Beautybehandlung sollte darauf geachtet werden, sich ausgewogen zu ernähren und auch regelmäßig Sport zu betreiben. Tut man das nicht, können die Fettpölsterchen sehr wohl auch wieder zurückkommen. Außerdem sollte beachtet werden, dass mithilfe der Kryolipolyse Problemzonen gut behandelt werden können.
Unbedingt Finger weg von Selbstversuchen! Lästige Speckröllchen einfach wegfrieren, klingt zwar verlockend, sollte aber unbedingt dem Profi überlassen werden. Die Selbstbehandlung mit Kühlelementen aus dem Gefrierfach können starke Hautrötungen, Verbrennungen oder sogar Frostbeulen auslösen. Der Profi hingegen misst ständig die Hauttemperatur und kann somit Nebenwirkungen fast gänzlich ausschließen.