
Kaum ist der Urlaub vorbei, winkt schon wieder der Alltagsstress. So ist die Erholung nach der Urlaubsreise schnell wieder dahin und das so genannte Post-Holiday-Syndrom stellt sich ein. Zudem geben zwei Drittel der deutschen Arbeitnehmer:innen an, dass sie im Urlaub nicht richtig abschalten können oder – noch schlimmer – sogar im Urlaub noch arbeiten. Was es mit dem Stimmungstief nach dem Urlaub auf sich hat und was Du dagegen unternehmen kannst, erklärt ein neuer Guide zum Post-Holiday-Syndrom von TUI.
Was ist das Post-Holiday-Syndrom?
Selten ist die Motivation für die Arbeit geringer und das Fernweh größer als nach dem Urlaub. Wer dieses Stimmungstief erlebt, steht nicht alleine da: Laut Auswertungen tritt das Post-Holiday-Syndrom mittlerweile bei rund zwei Dritteln aller Arbeitnehmer:innen auf. Dabei äußert sich das Phänomen vor allem durch die folgenden Symptome:
- Angst und Gereiztheit
- Schlaflosigkeit
- Konzentrationsmangel
- schlechte Laune
- Kopfschmerzen
Es ist wichtig, festzuhalten, dass das Post-Holiday-Syndrom nicht mit einer Depression zu verwechseln ist: Hierbei handelt es sich um eine psychische Erkrankung, während das vom Post-Holiday-Syndrom verursachte Stimmungstief nur temporär auftritt und die Symptome mit der Zeit wieder abklingen.
Gründe für das Post-Holiday-Syndrom
Das Suchvolumen für den Begriff „post holiday syndrom“ hat sich von 2021 auf 2022 fast verdreifacht. Bei der verwandten Suchanfrage ,,depression nach urlaub” lässt sich zwischen 2018 und 2022 ein Wachstum von 136 Prozent verzeichnen. Doch warum nimmt der Urlaubsblues unter den Werktätigen immer mehr zu? Durch die Pandemie und die damit verbundenen neuen Homeoffice-Regelungen verschwimmen die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit immer mehr. Laut Statista sind rund 30 Prozent aller Beschäftigten auch außerhalb der regulären Arbeitszeit für berufliche Angelegenheiten erreichbar und nur 15 Prozent schaffen es, nach der Arbeit komplett abzuschalten:
Dieses Phänomen der ständigen Erreichbarkeit macht auch vor dem Urlaub nicht halt: 66 Prozent der Büroarbeiter:innen geben an, dass es für sie unmöglich ist, im Urlaub abzuschalten. Genannte Gründe für die ständige Erreichbarkeit sind unter anderem Erwartungen von Kund:innen und Arbeitgeber:innen sowie wichtige Projekte, aber auch die hohen Ansprüche an sich selbst. Dadurch bleiben langfristige Erholungseffekte nach dem Urlaub immer öfter aus und je länger die Auszeit andauert, desto schwerer fällt der Wiedereinstieg in den Arbeitsalltag.
Diese Tipps helfen gegen das Post-Holiday-Syndrom
Was kannst Du also tun, um nach der wohlverdienten Urlaubspause nicht in ein Stimmungstief zu fallen? Die folgenden Tipps und Tricks helfen Dir dabei, Dich gegen den Urlaubsblues zu wappnen und den Wiedereinstieg in den Arbeitsalltag erfolgreich zu meistern:
- Regenerationszeit einplanen: Ein weiterer freier Tag nach der Urlaubsrückkehr hilft Dir dabei, wieder langsam in den Arbeitsalltag zu starten.
- Schlafrhythmus anpassen: Bereits vor Ende des Urlaubs ist es ratsam, Deinen Schlafrhythmus wieder an die gewohnten Abläufe anzupassen.
- Genussmittel mit Vorsicht genießen: Ein erhöhter Alkohol- und Koffeinkonsum kann die Rückkehr in gewohnte Abläufe erschweren.
- Freizeitausgleich schaffen: Es nach dem Urlaub nicht direkt zu übertreiben, sondern die alltäglichen Pflichten auf mehrere Tage zu verteilen, wirkt sich positiv auf Dein Wohlbefinden aus.
- Ersten Arbeitstag planen: Mit einem strukturierten Wiedereinstieg und To-Do-Listen verhinderst Du ein Aufgaben-Chaos.
- Bewegung hilft: Sportliche Aktivitäten tragen zur Reduzierung von Stresshormonen bei.
- Nächsten Urlaub planen: Mit der Vorfreude auf die nächste Reise kannst Du Sehnsuchtsgefühle und Fernweh vermeiden.
Ob Eingewöhnungszeit, Sport oder entspannende Aktivitäten wie Spaziergänge oder das Lieblingsbuch – angepasst an die eigenen Bedürfnisse weisen Dir viele Wege aus den scheinbar endlosen Symptomen des Post-Holiday-Syndroms heraus. Doch, egal für welche Methode Du Dich am Ende entscheidest – am wichtigsten ist, dass Du Dich damit wohlfühlst. Vergiss dabei vor allem nie, dass der vergangene Urlaub nicht der letzte war und weitere Abenteuer nur wenige Klicks entfernt auf Dich warten.
Und wenn alle Versuche scheitern, kann manchmal auch die simpelste Idee zum Erfolg führen: So hilft es beispielsweise, sich mentale Grenzen in Form von Stoppschildern zu setzen, um negative Denkmuster aufzuhalten und ein Versinken im Urlaubsblues zu vermeiden.