
Essen ist nicht nur eine Notwendigkeit, sondern auch eine wahre Wohltat für Körper, Geist und Seele. Das gilt besonders für warme Speisen. Was aber, wenn man sich gerade auf einer langen Wandertour befindet oder aus berufstechnischen Gründen keine Zeit hat, sich selbst eine warme Speise zuzubereiten oder zu besorgen? Zum Glück gibt es neben den richtigen Behältern noch weitere Tipps und Tricks, die dir dabei helfen können, dein Essen warm zu halten. Welche das sind und wie genau es funktioniert, verraten wir dir in diesem Artikel.
Welche Vorteile hat es, sein Essen warm zu halten?
Egal ob bei einer langen Tagestour zu Fuß oder auf dem Rad oder einem stressigen Berufsalltag mit wenig Zeit zum Rasten – Gründe, weshalb wir manchmal ein warmes Essen To Go brauchen, gibt es viele, ebenso wie Gründe dafür, warm anstatt kalt zu essen.
- Die Aromen können sich bei höherer Temperatur viel besser entfalten und je besser das Essen schmeckt, desto mehr Freude haben wir auch daran.
- Warmes Essen hat aber nicht nur einen höheren Genussfaktor, sondern kann zudem auch besser verdaut werden und liefert deinem Körper mehr Energie. Es tut deinem Körper also auch gut.
- Zudem ist es gerade in der kalten Jahreszeit und wenn wir lange Wind und Wetter ausgesetzt sind wichtig, unseren Körper mit Wärme von innen zu versorgen.
- Last but not least kannst du dir selbst in der Stadt bei deinem Bürojob oder als Fernfahrer mit dem Bus oder LKW oft Geld sparen, wenn du dir dein vorbereitetes Essen für unterwegs mitnimmst, anstatt im Restaurant, in der Kantine oder im Schnellimbiss zu dinieren.
- Wer sein Essen warmhält, weiß zudem genau, welche Speise er zu sich nimmt und lässt sich nicht so schnell dazu verleiten, die Mahlzeit ausfallen zu lassen oder zu einem ungesunden Snack zu greifen. Gerade für Menschen mit Lebensmittelunverträglichkeiten kann es sehr wichtig sein, sich für unterwegs ein eigenes Gericht zu kochen und warm zu halten, um unangenehme oder gar gefährliche Situationen zu vermeiden.
- Auch aus psychologischer Sicht hat warmes Essen viele Vorteile. Denn es gibt uns nicht nur ein Gefühl von Wärme und Geborgenheit und kann somit beruhigend und stressabbauend wirken, sondern vermittelt uns ebenfalls das Gefühl, tatsächlich etwas gegessen zu haben und kann uns dadurch helfen, unnötiges Snacken und Heißhungerattacken zu vermeiden.
Welche Vorteile hat warmes Essen für deinen Körper und Geist?
Es gibt viele Gründe, warum warmes Essen gut für deinen Körper ist. Die wichtigsten sind, dass es
- die Verdauung fördert
- den Stoffwechselprozess erleichtert
- und die Nährstoffaufnahme verbessern kann.
Eine warme Speise, die auch nicht zu heiß sein sollte, kommt unserer Körpertemperatur am nächsten. Wenn du hingegen eine kalte Speise zu dir nimmst, muss dein Körper erst einmal Energie aufwenden, um das Essen auf eine angenehme Temperatur zu bringen. Dabei geht Energie verloren, die dein Körper für andere wichtige Prozesse benötigt. Warmes Essen hingegen kann deinem Körper helfen, schneller und effektiver Nährstoffe aufzunehmen und die Speise besser zu verdauen. Gerade Menschen mit einer trägen und langsameren Verdauung können durchaus von den positiven Effekten von warmem Essen profitieren.
Wie funktioniert die Wärmeleitung?
Thermische Isolationsmaterialien wie Thermobecher und -boxen basieren auf dem Prinzip der Wärmeleitung. Die Wärmeleitung beschreibt einen Prozess, bei dem Wärmeenergie von einem Ort mit höherer Temperatur zu einem Ort mit niedrigerer Temperatur fließt. Dies geschieht durch die Übertragung von kinetischer Energie (Bewegungsenergie) von Teilchen innerhalb eines Materials oder zwischen benachbarten Materialien. Die Wärmeübertragung erfolgt aufgrund der Bewegung von Atomen und Molekülen in einem Material. Wenn ein Teilchen in einem heißen Bereich schwingt oder vibriert, kann es seine Bewegungsenergie auf benachbarte Teilchen übertragen, indem es sie zum Schwingen bringt. Diese Übertragung setzt sich fort, bis die Energie gleichmäßig im ganzen Material verteilt ist.
Verwendest du also die richtigen isolierenden Materialien, die Wärme schlecht leiten, wie Luft oder Styropor, kannst du die Wärmeübertragung verlangsamen. Neben dem Isoliermaterial ist aber auch die Temperaturdifferenz ein entscheidender Faktor dafür, wie schnell das Essen auskühlt. Achte also unbedingt darauf, deine Suppe möglichst heiß in den Thermobehälter zu geben, wenn du bereits weißt, dass du lange Zeit bei kalter Temperatur unterwegs sein wirst.
Thermobehälter, Warmhalteboxen und Co: Wie kannst du dein Essen am besten warmhalten?
Am besten funktioniert das Warmhalten von Essen mit Thermobehältern oder Warmhalteboxen. Diese speziellen Behälter sind mit einer Isolierschicht ausgestattet, die dafür sorgt, dass die Wärme im Inneren des Behälters bleibt und das Essen somit länger warm bleibt.
Die Isolationsmaterialien sind in der Regel Luft oder Styropor, da beide schlechte Wärmeleiter sind. Die doppelwandigen Behälter sorgen dafür, dass selbst das Metall oder Glas – beides gute Wärmeleiter – nicht heiß werden und du dir nicht so deine Finger verbrennst.
Flüssigere Speisen, wie Suppen oder Eintöpfe, kannst du so auch gut über mehrere Stunden in einer Thermoskanne warmhalten. Für Gerichte mit festerer Konsistenz sind Thermoboxen viel besser geeignet. Du bekommst sie in den unterschiedlichsten Ausführungen und Preisklassen. Unser Tipp: Achte beim Kauf darauf, dass die Behälter wirklich dicht schließen. So vermeidest du nicht nur das Auslaufen deines Essens im Rucksack oder deiner Tasche, sondern kannst dir auch sicher sein, dass dein Essen länger warm ist. Denn je dichter der Verschluss, desto besser funktioniert auch die Isolationswirkung.
DIY-Tipps: Einfache Ideen für unterwegs
Du hast gerade keine Isolierbox zur Hand, kein Problem. Es gibt viele einfache Tipps und Tricks, mit denen du dein Essen auch ohne das passende Equipment eine Zeitlang warmhalten kannst.
- Die einfachste Möglichkeit, die jedoch nicht unbedingt umweltschonend ist, sind verschließbare Kunststoffsäckchen. In einem verschließbaren Plastikbeutel kannst du dein Essen recht lange warmhalten wenn du mehrere Beutel übereinander stülpst. Durch die Luft zwischen den einzelnen Beuteln schaffst du eine natürliche Isolierschicht. Achte aber darauf, dass die Beutel lebensmittelecht sind und keine gefährlichen Stoffe oder schlechten Geruch an das Essen abgeben!
- Auch mehrere Schichten Zeitungspapier oder ein Handtuch, das um eine normale Aufbewahrungsbox aus Glas, Plastik oder Edelstahl gewickelt werden, können dabei helfen, dein Essen zumindest eine gewisse Zeit warm zu halten. Denn neben ihrer hohen Dichte können diese Materialien die schnelle Wärmeleitung auch eindämmen.
- Ein weiterer Helfer zum Warmhalten ist Alufolie. Da sie ebenso wie Plastik allerdings recht umstritten ist, solltest du sie, wenn möglich, nicht direkt mit dem Lebensmittel in Berührung bringen, sondern lediglich als äußerste Isolationsschicht verwenden.