
Schlagen dir deine Probleme gerne mal auf den Magen oder plagt dich ein generelles Unwohlsein? Die Arbeit mit Shiatsu Meridianen kann dir dabei helfen, wieder ins Gleichgewicht zu kommen. Ähnlich der Akupunktur, werden bestimmte Punkte am Körper des Menschen mit sanftem Fingerdruck stimuliert. Welche Hauptmeridiane in der chinesischen Medizin TCM unterschieden werden und wie du die Energie wieder zum Fließen bringst, erfährst du hier.
Was sind Shiatsu Meridiane?
Shiatsu kommt aus der traditionellen japanischen und chinesischen Medizin (TCM) und bedeutet so viel wie „Fingerdruck“. Dabei handelt es sich um eine einfühlsame und achtsame Arbeit am Körper, die leicht erlernbar ist und sehr wirkungsvoll sein kann. Die Lebensenergie "Qi" (China) bzw. "Ki" (Japan) spielt dabei eine wesentliche Rolle, da sie als Kraft in uns jeden lebendigen Ausdruck begleitet. Sie bewegt sich nach klaren Gesetzmäßigkeiten, die das Wissen um Energiebahnen, den sogenannten Meridianen, beinhalten. Das sind besondere Stellen an der Körperoberfläche, in denen die Lebensenergie Qi zirkuliert und beeinflusst werden kann.
Wenn der Energiefluss in den Meridianen blockiert ist, kann es zu Störungen im Organismus kommen. In der fernöstlichen Medizin wird dieser Zustand als Disharmoniemuster bezeichnet. Eine Behandlung mittels Shiatsu, das dem Prinzip der Akupunktur ähnelt, kann den Menschen dabei unterstützen, den freien Fluss der Energien wieder in geregelte Bahnen zu lenken. Durch Druck mit den Fingern, Dehnungen und sanfte Berührungen kann der Energiefluss in den Gelenken, Muskeln und Sehnen sowie auch im autonomen Nervensystem angeregt werden. Dadurch kann nicht nur das energetische Gleichgewicht wiederhergestellt, sondern es können auch die Selbstheilungskräfte aktiviert werden.
Wo eine Übersicht über Shiatsu Meridiane bekommen?
„Man spürt nur mit den Händen gut, denn diese sind die Verlängerung des Herzens“ lautet die Lebensphilosophie von Dr. Andrea Baumgartner. Die Begründerin der ABC Shiatsu Schule in Theresienfeld (Niederösterreich) veröffentlichte erst vor kurzem ihr neues Buch „abc Shiatsu Handbuch - klassische Meridiane“. Dabei handelt es sich um einen hilfreichen Begleiter für all jene, die sich Wissen über eines der wohl spannendsten Themengebiete überhaupt aneignen möchten: Meridian Shiatsu.
Ob man nun schnell etwas nachschlagen möchte oder eine nützliche Schulungsunterlage sucht, das Sammelwerk beinhaltet alle Informationen, die man braucht. Ansprechend und farbenfroh gestaltet führt es seine Leserinnen und Leser durch die einzelnen Kapitel. Da beispielhaft viele Indikationen angeführt und erläutert werden, kann umso leichter ein Verständnis für die Fünf Elemente generiert werden. Schließlich weiß Dr. Andrea Baumgartner als Shiatsu Expertin ganz genau, wie man stockende Bächlein wieder zu einem reißenden Fluss der Energie machen kann.
Unser Tipp: Eine hilfreiche Anleitung für Meridian Dehnungsübungen findest du im Buch „Innovative Faszien Arbeit“ von Dr. Andrea Baumgartner
Meridiane im Körper: Was sind ihre Funktionen?
Die Meridiane stehen als elektromagnetische Ströme mit bestimmten Funktionen und Organen in Verbindung. Nach Ansicht der fernöstlichen Medizin TCM sind diese bestimmten Punkte Manifestationen eines energetischen Organs. Die Hauptmeridiane sind für die Vermittlung der Information zuständig, die vom großen Ganzen zu den einzelnen Bereichen des lebendigen Organismus Mensch stattfindet. Es werden zwölf verschiedene Meridiane in den sechs Yin-Yang-Paaren unterschieden. Diesen sind jeweils sechs Basis- und zwölf Grundfunktionen zugeordnet, wobei sich sechs Yang-Meridiane auf den oberflächlichen Verlauf und sechs auf den inneren Verlauf des Körpers beziehen.
Das sind die Funktionen der 12 Hauptmeridiane:
- Lungen-Meridian und Dickdarm-Meridian: Sind für die Kontrolle des Austauschs und der Ausscheidung von Ki (Qi) zuständig.
- Herz-Kreislauf- und Dreifach-Erwärmer-Meridian: Sorgen für Schutz und Zirkulation.
- Magen-Meridian und Milz-Meridian: Stehen in enger Verbindung mit Nahrungsaufnahme und Verdauung.
- Gallenblasen-Meridian und Leber-Meridian: Kontrollieren den Verlauf von Nährstoffen und Energie.
- Herz-Meridian und Dünndarm-Meridian: Tragen die Verantwortung für Integration und Umwandlung.
- Nieren-Meridian und Blasen-Meridian: Reinigen die Essenz und beeinflussen die Vitalität.
Was sind die Vorteile der Arbeit mit Meridianen im Shiatsu?
Ob es sich um Blockaden im Körper oder unangenehme Emotionen handelt, die Arbeit mit Meridianen im Shiatsu kann die energetische Balance des gesamten Organismus fördern. Schließlich kann eine Störung im System ein Ausdruck für die verschiedensten Probleme sein, die den Qi-Fluss hemmen. Shiatsu oder andere Lehren aus der traditionellen chinesischen Medizin TCM haben eine wichtige Bedeutung zur Prophylaxe von Beschwerden und Krankheiten. Da sie Energien fließen lassen und Selbstheilungskräfte freisetzen, kann so der Erhalt der Gesundheit außerordentlich unterstützt werden.
Die offene, ehrliche und liebevolle Begegnung zwischen zwei Menschen steht im Zentrum einer Shiatsu-Sitzung. Gegenseitiges Vertrauen zwischen Gebendem und Empfangendem spielt eine wichtige Rolle, damit beide von der Lebensenergie des jeweils anderen profitieren können. Die Begegnung findet auf der körperlichen, emotionalen und geistig-spirituellen Ebene statt. Ziel ist es, dass beide Partner ohne Zwang und möglichst natürlich aufeinander eingehen und in einem Zustand der entspannten Wachheit miteinander bewusst und intuitiv kommunizieren.