
Dass Sonnenbrand der Haut schadet, ist inzwischen allgemein bekannt. Aber müssen wir deswegen blass wie im tiefsten Winter bleiben? Natürlich nicht. Du kannst auch ohne Sonnenbrand braun werden. Allerdings solltest du dafür einige Tipps beachten, um der Haut nicht zu schaden. Hier erfährst du, wie die Bräune trotz Sonnenschutz gelingt.
Braun werden ohne Sonnenbrand: Das geht!
Noch immer denken manche Menschen, dass sie nur durch lange, intensive Sonnenbäder braun werden, natürlich ohne Sonnencreme. Das ist aber falsch. Du wirst auch im Schatten braun und auch dann, wenn du Sonnenschutz benutzt. Das geht zwar nicht ganz so schnell, ist dafür aber anhaltender und gesünder. Zwar wird die Haut nach einem Sonnenbrand meist direkt braun, dafür verschwindet diese Bräune aber schnell wieder. Schonender und anhaltender wirst du auf diese Weise braun:
- Als Vorbereitung kannst du der Haut ein Peeling gönnen. Dadurch wird die Bräune später gleichmäßiger, weil das Peeling abgestorbene Hautschüppchen entfernt.
- Nutze beim Aufenthalt in der Sonne unbedingt Sonnencreme! Du wirst auch mit diesem Sonnenschutz braun, wenn auch nicht ganz so schnell.
- Ein stundenlanges Sonnenbad stresst die Haut sehr. Stattdessen solltest du dich lieber mehrfach kurz in der Sonne aufhalten. Zehn bis 15 Minuten sind schon genug. Das regt die Farbstoffproduktion der Haut an, belastet sie aber viel weniger.
- Wenn die Haut vorgebräunt ist, kannst du die Intervalle in der Sonne langsam verlängern. Gehe dabei aber immer vorsichtig vor und schütze dich trotz allem mit Sonnencreme!
- Meide an sonnigen Tagen die pralle Mittagssonne! Sie ist für helle Haut einfach zu viel und belastet außerdem den Kreislauf. Deine Haut bräunt auch im Schatten.
- Nach deinem Aufenthalt in der Sonne solltest du deiner Haut ein After-Sun-Produkt gönnen. Es pflegt die Haut, versorgt sie mit Feuchtigkeit und sorgt für eine langanhaltende, gleichmäßige Bräune.
Ist ein Sonnenbrand wirklich so gefährlich?
So ein kleiner Sonnenbrand kann doch nicht so schlimm sein, oder? Doch! Jeder Sonnenbrand ist ein Zeichen dafür, dass die UV-Strahlung Schäden in der Haut hinterlassen hat. Die DNA wird durch die UV-Strahlen verändert. Wenn dein Körper diese Schäden nicht mehr reparieren kann, entsteht möglicherweise Hautkrebs. Besonders gefährlich ist Sonnenbrand für Kinder: Wer in den ersten Lebensjahren häufiger Sonnenbrand hatte, hat später ein deutlich erhöhtes Hautkrebsrisiko.
Ein Sonnenbrand hat aber noch weitere Risiken: Wenn sich die Haut schält und Blasen schlägt, kann es im schlimmsten Fall Narben geben. Unangenehm ist die Verbrennung auch bei leichter Ausprägung: Jucken, Brennen und Hitzegefühle sind deutliche Zeichen dafür, dass die Haut Schaden genommen hat.
Auch die Hautalterung wird von der UV-Strahlung massiv vorangetrieben. Wer zu häufig in der Sonne brät, entwickelt leichter Altersflecken, Falten und eine ledrige Lichtschwiele. Du siehst: Auch wenn gebräunte Haut noch so schön ist, die Risiken intensiver Sonnenbäder sind einfach zu hoch.
Wie lange kann ich in der Sonne bleiben?
Die Frage, wie man schnell braun wird, ohne die Gesundheit zu gefährden, hängt grundlegend mit dem individuellen Hauttyp zusammen. Hellhäutige Menschen haben nur wenig Eigenschutz in der Haut. Schon nach wenigen Minuten kann es zu Hautschäden und Sonnenbrand kommen. Wie lange du in der Sonne bleiben kannst, hängt vor allem von deinem Hauttyp ab. Je heller die Haut ist, umso kürzer ist ihre Eigenschutzzeit.
Menschen mit einem sehr hellen Hauttyp haben nur eine Eigenschutzzeit von fünf bis zehn Minuten. Wenn sie länger ungeschützt der UV-Strahlung ausgesetzt sind, kann die Haut Schaden nehmen. Hättest du gedacht, dass das so schnell gehen kann?
Wenn deine Haut von Natur aus dunkel ist, ist der Eigenschutz höher. Aber natürlich kann jede Haut einen Sonnenbrand bekommen, wenn auch nicht so schnell. Auch dunkelbraune bis schwarze Haut braucht deshalb Sonnenschutz bei einem langen Aufenthalt im Freien. Die Eigenschutzzeit liegt aber deutlich höher: Erst nach weit über einer Stunde in der Sonne ist ein Sonnenbrand zu befürchten.
Die meisten Menschen in Mitteleuropa liegen zwischen diesen beiden Extremen und haben eine Eigenschutzzeit von 15 bis 40 Minuten.
Das solltest du bei der Verwendung von Sonnencreme beachten
Sonnencreme vervielfacht die Eigenschutzzeit der Haut. Der Lichtschutzfaktor gibt an, mit welcher Zahl diese multipliziert werden kann. Wenn deine Eigenschutzzeit bei 10 Minuten liegt und du eine Sonnencreme mit LSF 30 benutzt, bist du 30 x 10 Minuten, also 5 Stunden lang, geschützt.
Wichtig ist, dass du die Sonnencreme vor deinem Aufenthalt in der Sonne aufträgst. Wenn von deinem Eigenschutz nicht mehr viel übrig ist, reduziert sich auch der Schutz sehr deutlich. Ein Beispiel: Deine Eigenschutzzeit beträgt 10 Minuten, du warst aber schon 8 Minuten in der Sonne. Wenn du jetzt den Sonnenschutz mit LSF 30 aufträgst, schützt er dich nur noch 30 x 2 Minuten, also eine Stunde lang. Wenn der Eigenschutz deiner Haut schon überschritten ist, nützt Sonnencreme nur noch sehr wenig. Du musst dann unbedingt schnell in den Schatten gehen.
Ebenfalls wichtig bei der Nutzung von Sonnencreme: Trage sie großzügig auf! Für den ganzen Körper brauchst du etwa drei Esslöffel Sonnencreme, das ist deutlich mehr, als viele Menschen benutzen. Nach dem Baden, Schwitzen oder Sport musst du dich neu eincremen.
Helfen Selbstbräuner zu gesunder Bräune?
Wenn du schnell und gesund braun werden möchtest, kannst du zu selbstbräunenden Cremes, Sprays oder Lotionen greifen. Diese Produkte enthalten einen Bräunungsstoff, der sich sehr schnell mit der obersten Hautschicht verbindet und dort dunkle Farbstoffe bildet, die dich sanft bräunen.
Damit du eine gleichmäßige Bräune bekommst, solltest du allerdings einiges beachten:
- Wenn du bisher noch nie Selbstbräuner verwendet hast, solltest du dich gründlich beraten lassen. Es gibt nämlich eine riesige Auswahl unterschiedlicher Cremes, Sprays, Öle und Lotionen, die kaum noch zu überblicken ist. Investiere in zwei verschiedene Produkte: eines für deinen Körper und eines für dein Gesicht.
- Bereite deinen Körper vor, indem du am Tag vor dem Bräunen ein Peeling durchführst und eventuell die Haare entfernst!
- Stellen mit einer dickeren Hornhaut, zum Beispiel Knie, Ellenbogen oder Fersen, nehmen mehr Farbe auf. Deshalb kannst du diese mit einer leichten Bodylotion eincremen, dann zieht der Selbstbräuner nicht so leicht ein.
- Verwende spezielle Applikator-Handschuhe zum Auftragen des Selbstbräuners! Dadurch kannst du ihn gleichmäßiger auftragen und schützt gleichzeitig deine Hände.
- Lasse den Selbstbräuner 15 bis 30 Minuten einziehen, bevor du dich anziehst! Anschließend dauert es etwa drei bis sechs Stunden, bis du das Ergebnis siehst.