
Egal ob für Mensch, Hund oder Katze, Zecken sind wohl eines der meist gefürchteten Spinnentierchen dieser Welt. Jedes Jahr aufs Neue stellen sich unzählige Tierbesitzer die Frage, welches Zeckenmittel wohl wirklich hilft? Die Cistus incanus Zecken-Abwehr ist gerade in aller Munde, denn sie scheint ein wirksamer Schutz gegen Zecken zu sein. Wir haben uns über Zistrose gegen Zecken informiert. Hier findest du alles, was du über dieses natürliche Mittel gegen Zecken wissen musst.
Was kann das Cistus incanus Zecken-Mittel leisten?
Die Gesundheit ihres Tieres liegt den meisten Menschen besonders am Herzen. Da viele ihrem Vierbeiner aber keine Chemie zur Abwehr gegen Zecken zumuten möchten, werden pflanzliche Mittel immer beliebter. Cistus incanus, die sogenannte graubehaarte Zistrose, ist ein natürlicher Zeckenschutz und zugleich ein wirksames Mittel gegen andere Parasiten. Diese Pflanze ist schon seit langer Zeit für ihre positive Wirkung auf das menschliche Immunsystem bekannt. Das verdankt sie nicht zuletzt ihren entzündungshemmenden und antioxidativen Eigenschaften, die zugleich antiviral und antimikrobiell wirken. Private Studien und Erfahrungsberichte zeugen davon, dass Cistus incanus sowohl beim Menschen als auch bei Hund und Katze gegen Zecken, Flöhe und Mücken wirkt.
Gute Erfahrungen mit Cistus gegen Zecken
Die Wirkung des Cistus-Extrakts wurde u. a. in einer privat durchgeführten Studie der Heilsam-Praxis-Esch in Sankt Augustin auf die Probe gestellt. Daran nahmen Züchter, Hundetrainer, Jäger und Hundebesitzer teil. Insgesamt wurden 48 Hunde auf Zeckenmittel getestet, wobei sechs Hunde unbehandelt blieben, 10 Hunde Frontline bekamen und 32 Hunde mit Cistus versorgt wurden. Rund 20 Tage lang bekamen die Versuchstiere jeweils eine Kapsel Cistus pro Tag.
Die Ergebnisse dieser Studie, die jedoch nicht wissenschaftlich fundiert sind, waren eindeutig. Jene Hunde, die Zistrose gegen Zecken bekamen, wurden mit Abstand am seltensten von Zecken befallen. Zudem konnte herausgefunden werden, dass Cistus bereits nach fünf Tagen wirksam wurde. Weitere fünf Tage später wurde, im Gegensatz zum chemischen Zeckenmittel, keine Zecke mehr an einem Cistus-Hund gefunden. Ein weiterer positiver Nebeneffekt der Cistus-Verabreichung war ein gestärktes Immunsystem.
Cistus incanus: Was ist das eigentlich?
Die graubehaarte Zistrose, oder auch Kretische Zistrose (Cistus creticus) genannt, ist ein Zwergstrauch aus der Familie der Zistrosengewächse. Die Pflanze kommt ursprünglich aus dem Mittelmeeraum. Hier entdeckte man schon vor langer Zeit die adstringierende Wirkung der Blätter, die noch heute vielerorts zu einem Tee verarbeitet werden. Die Anwendung kann zu medizinischen Zwecken sowohl äußerlich als auch innerlich erfolgen. Vor allem bei Hauterkrankungen, Durchfall, gegen verschiedene Influenzaerreger und Borreliose wird die Heilpflanze eingesetzt. Darüber hinaus ist Zistrosen-Tee für den alltäglichen Verzehr beliebt.
Weshalb ist Cistus ein gutes Zeckenmittel?
Das Geheimnis der Zistrose als Zeckenschutz liegt in dem überaus hohen Gehalt an Polyphenol, Harz sowie Flavonoiden. Dadurch entsteht nicht nur eine antioxidative Wirkung, sondern auch ein ganz besonderer Geruch. Dieser gefällt den kleinen Spinnentierchen überhaupt nicht, wodurch sie der Haut bzw. dem Fell von potenziellen Wirten lieber fern bleiben.
Darüber hinaus kann Cistus Incanus das Immunsystem stärken, was sich ebenfalls positiv gegen Zecken auswirkt. Denn es konnte bereits nachgewiesen werden, dass Zecken und andere Ungeziefer insbesondere Tiere mit einem schwachen Immunsystem befallen. Gesunde Lebewesen mit starken Abwehrkräften sind jedoch deutlich seltener betroffen. Das anti-oxidative Potential dieser Power-Pflanze ist rund dreimal so groß wie das des grünen Tees. Dadurch können sogar Krankheiten wie Atemwegsprobleme oder Haut- und Magen-Darm-Erkrankungen gelindert werden.
Wie erfolgt die Anwendung von Zistrose?
Die Anwendung von Zitrose als Floh- und Zeckenschutz kann auf verschiedene Weisen erfolgen. Zumeist wir der Zistrose-Extrakt jedoch über Kapseln oder Tees vom Körper aufgenommen. Der Cistustee wird für gewöhnlich mit getrockneter Cistus incanus bzw. Cistus creticus zubereitet. Ein Teelöffel der Pflanze wird mit kochendem Wasser übergossen. Anschließend muss der Tee ca. zehn Minuten lang ziehen. Eine Blattmenge kann etwa drei Mal zur Teezubereitung verwendet werden.
Cistus kann als Schutz gegen Ungeziefer bei Menschen, Hunden oder auch Katzen angewandt werden. Während der Zeckenzeit wird empfohlen, zweimal täglich eine halbe Tasse über das Futter des Tieres zu geben. Auch Frauchen und Herrchen können bedenkenlos eine Tasse des Cistus Incanus Tees trinken. Darüber hinaus gibt es speziell entwickelte Tabletten für den Hund wie Canina® CANIZECK PLUS. Die Verabreichung erfolgt während der Zeckensaison täglich, wobei die Menge vom Gewicht des Hundes abhängig ist. Zu beachten ist, dass die Zistrose-Tabletten erst nach fünf bis sieben Tagen ihre volle Wirkung entfalten.
Unser Tipp: Um einen Gewöhnungseffekt zu vermeiden, sollte erst kurz vor der Zeckenzeit mit der Verabreichung von Zistrose begonnen werden.
Welche anderen natürlichen Zeckenmittel gibt es?
Cistus incanus ist nur eine von vielen Möglichkeiten, Zecken beim Hund auf natürliche Art und Weise abzuwehren. Obwohl die Wirkung oftmals nicht wissenschaftlich bewiesen ist, schwören viele Hundebesitzer auf den natürlichen Zeckenschutz. Die Erfahrung zeigt, dass die Wirksamkeit je nach Hund individuell variieren kann.
Beliebte Alternativen zur chemischen Keule:
- Knoblauch: Die Knolle kann frisch, als Granulat oder als Pulver an deinen Vierbeiner verfüttert werden. Die Wirksamkeit kann jedoch bei jedem Hund individuell variieren.
- Bernsteinkette: Der unbearbeitete echte Rohbernstein soll aufgrund des Harzgeruchs und seiner elektrostatischen Aufladung gegen Zecken helfen. Bewiesen ist das allerdings nicht.
- Homöopathie: Der Sumpfporst Ledum wir dem Hund häufig als Globuli zur Behandlung nach einem Zeckenbiss gegeben. Über die Verabreichung von homöopathischen Mitteln zur Prophylaxe ist man sich jedoch nicht einig.
- Bierhefe: Zecken halten Abstand von Hunden, die mit Bierhefe gefüttert werden, weil sie den Geruch der enthaltenen B-Vitamine nicht mögen.
- Ätherische Öle: Ob als Direkt-Spray, Spot-on oder Halsband, ätherische Öle kommen in den verschiedensten Kombinationen in Anti-Zecken-Mitteln vor. Besonders die Wirkstoffe Citriodiol und Geraniol sollen jedoch am wirkungsvollsten sein.
- Kokosöl: Parasiten können die Laurinsäure im Kokosöl nicht ausstehen und halten deshalb Abstand vom Hund. Die Anwendung muss jedoch täglich auf dem Fell des Tieres erfolgen, um wirklich wirksam zu sein.