
Hast du schon einmal Haaröl ausprobiert? Für viele Menschen klingt das erst einmal komisch, schließlich sollen die Haare nicht fettig aussehen. Dabei ist Öl ein echter Feuchtigkeitsspender für deine Haare und die Kopfhaut und ein echter Geheimtipp für trockenes Haar. Allerdings solltest du über die Anwendung einiges wissen, damit du Fehler vermeidest. Wir erklären dir, wie du deine Haare mit Haar-Öl verwöhnst und welche Produkte besonders gut für dein Haar geeignet sind.
Haaröl: Anwendung mit verschiedenen Möglichkeiten
Anders als die Haut kann sich das Haar nicht selbst mit Feuchtigkeit versorgen. Deshalb produziert die Kopfhaut Talg, der das Haar von oben nach unten pflegen und geschmeidig halten soll. Allerdings reicht das meist nicht aus. Wir waschen die Haare schließlich oft, damit der fettige Glanz nicht zu sehen ist. Außerdem sorgen das Styling, Färben und Kämmen zusätzlich dafür, dass die Haare schneller austrocknen. Deshalb wirken sie häufig spröde und trocken. Hier hilft Haar-Öl.
Haaröl kannst du auf verschiedene Weisen anwenden: als Kur, als Finish oder als Leave-in-Pflege.
- Wenn du das Öl als Kur für die Haare verwenden möchtest, gibst du einige Tropfen davon in deine Hände und massierst das Öl in die Kopfhaut ein. Dann nimmst du wieder ein paar Tropfen des Öls und verteilst es in den Längen. Für die Spitzen brauchst du eine weitere sparsame Portion des Haaröls. Die Haare können vor der Kur nass oder trocken sein. Probiere aus, was für dich besser funktioniert und sich gut anfühlt! Lass die Kur über Nacht einwirken und wasche sie morgens gründlich mit Shampoo aus! Möglicherweise musst du die Haare zweimal waschen, bis alles entfernt ist.
- Zur Verwendung als Finish eignet sich Haaröl, wenn die Haare nach dem Stylen an den Spitzen trocken und glanzlos sind. Verreibe hierfür eine sehr kleine Menge Öl zwischen den Handflächen und fahre vorsichtig durch die Haarspitzen! Sie bekommen dadurch einen schönen, natürlichen Glanz.
- Als Leave-in-Pflege gibst du ein wenig Öl auf die Handflächen und verteilst es nach dem Haarewaschen in den Längen und Spitzen. Die Haare sollten dabei noch nass sein. Achtung: Halte bei dieser Variante Abstand vom Haaransatz und der Kopfhaut, sonst sehen die Haare nach dem Trocknen fettig aus.
Das Verreiben in den Händen dient nicht nur dazu, dass du das Öl leichter verteilen kannst. Es wärmt das Haaröl auch an, sodass es leichter in die Haare einziehen und dort wirken kann.
Welche Wirkung hat Haaröl?
Haaröl hat verschiedene Wirkungen auf deine Haare:
- Es spendet seidigen Glanz und ist deshalb für sprödes, beanspruchtes Haar geeignet.
- Außerdem legt es eine Schutzschicht auf das Haar, sodass nicht so viel Feuchtigkeit verloren geht. Dadurch ist trockenes Haar geschützt und sieht sofort geschmeidiger und seidiger aus.
- Es enthält viele wertvolle Inhaltsstoffe, die die Haare pflegen und ihre Gesundheit erhalten.
- Lockiges Haar bekommt durch das Öl besonders schönen Schwung.
- Haaröl pflegt trockene und juckende Kopfhaut und beruhigt diese.
- Auch wenn es erst mal seltsam klingt: Haaröl kann sogar gegen fettige Haare helfen, indem es die Kopfhaut beruhigt und die Talgproduktion reguliert.
- Störrisches Haar wird leichter zu bändigen.
- Vor einem Sonnenbad schützt das Öl deine Haare. Hierfür solltest du es großzügig im trockenen Haar verteilen und dieses dann zu einem Dutt binden oder zu einem Zopf flechten.
Du siehst: Haaröl ist ein echter Alleskönner für deine Haare.
Was steckt in Haarölen?
Die Basis eines guten Haaröls ist ein hochwertiges Pflanzenöl. Häufig verwendet man Arganöl, Jojobaöl, Mandelöl, Olivenöl oder Kokosöl. Aber auch andere Ölsorten kommen zum Einsatz. Gemeinsam ist ihnen, dass sie Haut und Haar mit Feuchtigkeit und Nährstoffen versorgen und einen schützenden Film auf deine Haare legen.
Häufig sind die Haarpflege-Öle mit weiteren pflegenden und wertvollen Inhaltsstoffen versehen, um die Wirkung zu intensivieren. Das können weitere Pflanzenöle sein, ätherische Öle, Vitamine oder Pflanzenextrakte.
Achte darauf, ein Haar-Öl zu verwenden, das frei von Silikonen ist! Silikon macht zwar das Haar besonders weich und geschmeidig, es dichtet die Haaroberfläche aber so sehr ab, dass kaum noch Pflegestoffe eindringen können. Aus dem gleichen Grund solltest du lieber kein Shampoo mit Silikon wählen, schon gar nicht vor der Anwendung des Haaröls. Wenn die Silikone sich nämlich um das Haar gelegt haben, kann die Pflege des Öls nicht mehr eindringen. Das Haar wirkt dann leicht fettig, ohne mit Feuchtigkeit und Pflege versorgt zu werden. Wähle deshalb lieber Haar-Öl (und Shampoo) ohne Silikone!