
Reishi ist eine Pilzart, die vor allem in China und Japan hoch geschätzt wird. Der Vitalpilz wird dort bei der Behandlung der unterschiedlichsten Erkrankungen eingesetzt. Auch für die Haut kann er wertvolle Dienste leisten. Kein Wunder also, dass der Reishi in den letzten Jahren auch hierzulande einen echten Boom erlebt hat. Wir erzählen dir, wie du Reishi für schöne Haut einsetzen kannst und welche Fähigkeiten der Vitalpilz sonst noch hat.
Was ist Reishi und wie kann man ihn für die Haut nutzen?
Heilkräuter und -pflanzen sind den meisten Menschen bekannt. Von Heil- oder Vitalpilzen haben viele jedoch noch nie gehört. Dabei stecken auch in verschiedenen Pilzarten wertvolle Inhaltsstoffe, die eine gute Wirkung auf den menschlichen Körper haben können. Reishi ist ein Baumpilz, der vor allem auf Laubbäumen in asiatischen Ländern wächst. Er ist hart und recht bitter, als Speisepilz also ungeeignet. Trotzdem wird er in China als „Pilz des ewigen Lebens“ bezeichnet. Grund sind die vielen kostbaren Wirkstoffe, die im Reishi stecken. Er enthält unter anderem jede Menge Polysaccharide und Triterpene, die gegen Krankheitserreger schützen und Entzündungen reduzieren können.
Üblicherweise wird Reishi in Form von Kapseln eingenommen. Darin enthalten ist ein Reishipulver, das meist aus dem ganzen Pilz gewonnen wird. Auf diese Weise stecken die Kapseln voller Reishi-Inhaltsstoffe. Alternativ kommen auch Reishi-Extrakte zur Anwendung. Für die Haut kann Reishi äußerlich verwendet werden, zum Beispiel in Form von Cremes oder Tinkturen.
Welche Wirkung kann Reishi auf die Haut bei Hautproblemen haben?
Wer Hautprobleme hat, sollte ruhig mal einen Versuch mit Reishi machen. Er kann das Hautbild auf unterschiedliche Weise verbessern:
- Reishi soll das Immunsystem stärken und ausgleichen können. Bei Personen mit Schuppenflechte (Psoriasis) kann sich das deutlich auf das Hautbild auswirken, sodass der Ausschlag zurückgehen kann.
- Die regulierende Wirkung des Immunsystems kann auch Allergien und Autoimmunerkrankungen verbessern, die sich häufig auf der Haut zeigen.
- Auch bei Neurodermitis soll der Vitalpilz sehr hilfreich sein. Die entzündungshemmenden Stoffe können die Behandlung unterstützen und die Symptome reduzieren.
- Reishi kann dazu beitragen, den Körper zu entgiften und die Leber zu unterstützen. Das zeigt sich auch in einem besseren Hautbild: Unreinheiten können zurückgehen und die Haut wirkt strahlender und jünger.
- Der Vitalpilz soll auch wundheilungsfördernd wirken. In der Naturheilkunde wird er sogar bei Infektionen nach einer Verbrennung eingesetzt, um diese zu lindern.
- Weitere Einsatzgebiete auf der Haut sind atopische Ekzeme und kutane Sarkoidose. Auch hier kann Reishi die Behandlung unterstützen und ergänzen.
- Auch bei Akne kann der Reishi-Pilz hilfreich sein.
- Reishi hat außerdem antioxidative Eigenschaften und kann dadurch die Haut vor vorzeitiger Alterung schützen.
- Und auch zur Aufhellung von Altersflecken soll der Reishi-Pilz geeignet sein.
Du siehst: Mit dem Reishi hast du einen echten Tausendsassa gegen Hautprobleme zur Verfügung.
Wie kann man Reishi für die Haut anwenden?
Eine Reishi-Kur mit Kapseln oder Extrakten versorgen den Körper von innen mit wichtigen Nähr- und Wirkstoffen. Für einige Effekte ist diese innere Anwendung notwendig. Zum Beispiel kann sich die entgiftende und immunstärkende Wirkung nur auf diese Weise entfalten.
Wenn du Pulver, Kapseln oder Extrakt kaufst, achte auf Bio-Qualität! So bekommst du die volle Pilzpower ohne belastende Giftstoffe. Außerdem sollte der ganze Pilz verarbeitet worden sein, meist steht das auf der Packung. Und schließlich sollte dein gewähltes Produkt aus reinem Reishi bestehen und keine Zusatzstoffe enthalten.
Kapseln sind haltbarer als reines Pulver und außerdem leichter einzunehmen. Du kannst aber auch das Pulver verwenden. Es ist sogar möglich, Tee daraus zu kochen. Aber auch dieser ist ziemlich bitter.
Für die Hautpflege empfehlen wir dir spezielle Kosmetikprodukte, die Reishi enthalten. Damit kannst du die Haut auch äußerlich gut mit dem Vitalpilz versorgen. Cremes und Salben mit Reishi sind für die tägliche Anwendung gedacht, Masken und Co. für die ergänzende Pflege.
Für die Dosierung solltest du am besten deinen Arzt oder Heilpraktiker befragen. Das ist besonders wichtig, wenn du wegen einer Hauterkrankung oder anderen gesundheitlichen Problemen in Behandlung bist.
Welche Wirkung hat Reishi sonst noch?
Die Bezeichnung „Pilz des ewigen Lebens“ trägt der Reishi nicht ohne Grund. Neben der Wirkung auf die Haut werden dem Vitalpilz noch viele weitere Fähigkeiten nachgesagt. Allerdings muss man dazu wissen, dass längst nicht alle dieser Wirkungen wissenschaftlich bestätigt sind. Teilweise beruhen sie auf traditionellen Anwendungserfahrungen, teilweise liegen einige wenige Studien vor. Sicher ist, dass es rund um den Reishi-Pilz noch viel Forschungsbedarf gibt. Trotzdem sind die Hinweise auf mögliche Wirkungen schon jetzt beeindruckend:
- Im Tierversuch zeigten sich blutdrucksenkende Effekte von Reishi.
- Auch auf den Cholesterinspiegel soll er positive Auswirkungen haben.
- Durch die Stärkung und Regulierung des Immunsystems kann Reishi unterschiedliche Erkrankungen positiv beeinflussen, die mit dem Immunsystem in Verbindung stehen.
- Nach der Traditionellen Chinesischen Medizin soll Reishi die Nieren- und Leberfunktion unterstützen können.
- Außerdem wird ihm eine stimmungsaufhellende und nervenberuhigende Wirkung nachgesagt. Er soll helfen, das Stressempfinden zu regulieren. Selbst bei Depressionen soll er als begleitende Maßnahme unterstützend wirken.
- Eine Tierversuchsstudie zeigte positive Wirkungen von Reishi auf die Gewichtskontrolle. Mäuse, die fettreich ernährt wurden und einen Reishi-Extrakt bekamen, nahmen weniger stark zu als die Mäuse der Vergleichsgruppe. Falls sich das auch auf den Menschen übertragen lässt, könnte der Vitalpilz beim Abnehmen unterstützen.
- Wer sich mit Detox (also Entgiftung) beschäftigt, sollte sich den Reishi unbedingt genauer anschauen. Er kann die Entgiftungsorgane des Körpers (Leber und Niere) unterstützen, Schadstoffe auszuleiten.
- Bei einer Krebserkrankung wurde Reishi schon erfolgreich eingesetzt, um die Nebenwirkungen der Chemotherapie zu reduzieren und Müdigkeit sowie Angstzustände der Betroffenen zu verbessern.
Man darf also gespannt sein, was die Forschung zum Reishi in den nächsten Jahren noch ergeben wird.