
Naturkosmetik hat in den letzten Jahren einen großen Aufschwung erlebt. Immer mehr Menschen setzen bei ihrer Kosmetik und bei ihrer Pflege auf natürliche Inhaltsstoffe. Besonderes Augenmerk wird dabei auf verschiedene Heilkräuter gelegt, die dem Körper und der Haut guttun und auch der Umwelt keinen großen Schaden zufügen. Welche Kräuter in der Kosmetik verwendet werden und warum, erfährst du hier.
Welche Kräuter in der Kosmetik sind gut zur Haut?
Die Wirkung auf die Gesundheit von verschiedenen Pflanzen und Kräutern ist seit Jahrhunderten bekannt und das Wissen rund um Heilpflanzen wird stetig erweitert. Auch in der Kosmetik kommt es vermehrt zur Anwendung von Kräutern. So haben sich bereits einige namhafte Kosmetikhersteller der Kräuterkosmetik verschrieben. In Kräuter-Kosmetikserien, die oft für alle Hauttypen geeignet sind, findest du verschiedene Pflegeprodukte wie Reinigungsmilch, Gesichtstonic, Peelingmasken und Gesichtscreme.
Vielen Pflanzen wird eine wohltuende oder beruhigende Wirkung nachgesagt, sie betören mit dem Duft oder sind besonders für unreine Haut geeignet. Hier findest du auf einen Blick die wichtigsten Heilkräuter, die auch in der Kosmetik zur Anwendung kommen:
Kamille
Die echte Kamille ist wohl eine der populärsten Heilpflanzen und leicht anzuwenden. Ihre Heilkraft wird bereits seit Jahrtausenden angewendet und hat eine erstaunliche Wirkung auf unsere Haut. Das Kraut kann schnell gegen eine Vielzahl an Beschwerden wirken. Die Pflanzenwirkstoffe der Kamille sollen entzündungshemmend, keimreduzierend und wundheilfördernd sein und können somit ideal gegen lästige Hautunreinheiten helfen. Das Heilkraut lässt sich hervorragend als Tee konsumieren, inhalieren oder als kalte Kompresse auflegen.
Salbei
Dieses Heilkraut wird gerne gegen fettige und großporige Haut verwendet. Außerdem kann es sehr wirksam gegen Husten sein. Seine ätherischen Öle sollen antibakterielle, desinfizierende, belebende, entzündungshemmende und schweißregulierende Effekte haben. Außerdem tut Salbei dem Haar und der Kopfhaut gut. Eine Spülung mit dem Heilkraut kann die Haarwurzeln kräftigen, die Fettproduktion regulieren und dem Haar Glanz und Spannkraft verleihen.
Petersilie
Die Heilpflanze ist beinahe in jedem Kräutergarten zu finden und wird wegen ihrer großen Vielfalt an Vitaminen nicht nur in der Küche, sondern auch in der Kosmetik geschätzt. Petersilie ist besonders reich an Vitamin E, das die Haut glatt, straff und streichelzart werden lassen kann. Das in ihm enthaltene Magnesium und Eisen können außerdem den gestressten Körper und die gestresste Haut beruhigen und Entzündungen sowie fettiger Haut vorbeugen.
Basilikum
Auch in der Küche sehr beliebt und äußerst effektiv gegen Pickel und lästige Hautflecken ist das Heilkraut Basilikum. Seine antibakterielle, entzündungshemmende und desinfizierende Wirkung eignet sich ideal, um gegen Unreinheiten anzugehen. Denn Basilikum kann überschüssiges Fett aus den Poren lösen und übermäßige Talgbildung stoppen, die Pickel verursacht.
Ringelblume
Die Blüten der Ringelblume wurden schon im Altertum zur Wundheilung eingesetzt und sind auch heute noch als Heilpflanze für viele Hautprobleme unverzichtbar. Ob bei trockener und rissiger Haut oder bei Wunden und Verbrennungen, die Ringelblume kann durch ihre entzündungshemmende Wirkung dabei unterstützen, geschädigte Haut zu regenerieren. Besonders bei Sonnenbrand oder Ausschlägen kann sich das Auftragen von Ringelblumen-Butter positiv auswirken.
Rosmarin
Dein Haar ist glanzlos und stumpf? Dann ist eine Rosmarin-Kur für deine Haare genau das Richtige. Ob in Form von Öl, Haarspülung oder Tonikum: Rosmarin kann das Haar stärken und bei trockener und juckender Kopfhaut helfen. Mit seiner belebenden Wirkung verleiht das aromatische Kraut dem Haar neue Schwungkraft und kann sogar bei regelmäßiger Anwendung gegen Schuppen und Haarausfall positive Ergebnisse bringen.
Pfefferminze
Das in der Pfefferminze enthaltene Menthol wird wegen seiner hautkühlenden und durchblutungsfördernden Wirkung sehr gerne für verschiedene Körperpflegemittel verwendet. In stark verdünnter Form eignet sich beispielsweise Pfefferminzöl ideal, um Irritationen der Kopfhaut zu beruhigen und das Haarwachstum zu fördern. Das Menthol in den Pfefferminzblättern unterstützt zudem gegen fettige Haare, kühlt die Kopfhaut und verleiht ein angenehmes Frischegefühl. Pfefferminze wird auch bei verstopften Poren auf der Haut und als natürliches Mittel gegen Unreinheiten eingesetzt.
Was sind die Vorteile von Kräuterkosmetik?
Nicht nur für die Gesundheit des Körpers, sondern auch für die Umwelt hat die Kosmetik aus Heilpflanzen so einige Vorteile:
- möglichst naturbelassene Rohstoffe ohne Beimischung von chemischen Zusatzstoffen
- Paraffine und Silikone sind tabu
- keine Kontaktallergien für den Menschen ausgelöst durch die Kosmetik
- keine Duftstoffallergien
- keine Tierversuche
- wenig Verpackungsmüll
Der Vorteil der natürlichen Inhaltsstoffe offenbart sich vielleicht nicht bei der ersten Nutzung, doch langfristig können Haut, Haar und Zellen vom Verzicht auf synthetisch hergestellte Produkte profitieren.
Natürliche Öle, Pflanzenbutter und Pflanzenextrakte wie zum Beispiel Sheabutter bringen viele Wirkstoffe, unter anderem das hochwirksame Vitamin E (hautglättend, beugt vorzeitiger Hautalterung vor und reduziert Altersflecken sowie UV-bedingte Hautschäden), Betacarotin und Omega-3-Fettsäuren (entzündungshemmend und durchblutungsfördernd), schon von Natur aus mit und können Haut und Haar auch langfristig schützen und verbessern.
Neben den positiven Effekten für den eigenen Körper können zertifizierte Naturkosmetika zusätzlich durch ethische Grundsätze punkten: Biologisch, teilweise vegan, zumeist ohne Tierversuche kann man diese Produkte ohne schlechtes Gewissen anwenden und genießen.