
Umgangssprachlich haben wir es bei der Hanfpflanze mit den Abkürzungen CBD und THC zu tun. THC steht für Tetrahydrocannabinol, das für die berauschende Wirkung der Pflanze sorgt. Im Gegensatz dazu wirkt CBD (Cannabidiol) nur als eine entspannende Substanz, die weder high noch süchtig macht. Viele Menschen berichten davon, dass sich ihre Konzentration und Wahrnehmungsfähigkeit bei Anwendung von Hanftropfen verbessert und den gesamten Tag andauert. Was ist also dran an diesem Mittel?
Ist Hanf gleich Cannabis?
Klären wir zuerst die Begriffe. Cannabis bezeichnet die Gattung, der alle Hanfpflanzen entstammen. Wird heute von Hanf gesprochen, sind damit Pflanzen mit einem niedrigen THC-Gehalt gemeint. Cannabis wird dagegen umgangssprachlich für Pflanzen mit hohem THC-Gehalt verwendet.
CBD und THC sind zwei von über 100 Cannabinoiden, die in der Hanfpflanze stecken. THC wirkt psychoaktiv, CBD nicht. Deshalb finden sich viele Produkte im Handel, die auf CBD-Basis hergestellt werden. THC-haltige Produkte sind hingegen tabu und bleiben dem medizinischen Bereich hinsichtlich therapeutischer Schmerzbekämpfung vorbehalten.
Der gravierende Unterschied zwischen CBD-Öl und Hanföl:
- Hanföl wird aus den Samen der Hanfpflanze gewonnen.
- CBD-Öl wird aus den grünen Bestandteilen der Hanfpflanze gewonnen.
Möchtest du CBD Öl bestellen, musst du wissen, dass sich dieses von Hanföl unterscheidet und dass die Reaktion auf das Öl bei jedem Menschen anders ist. Es kann passieren, dass du die positiven Einflüsse nicht spürst, obwohl sich etwas in deinem Körper verändert. Andere Personen nehmen den entspannenden Einfluss wiederum auf sehr intensive Weise wahr.
Was steckt in Hanföl?
Die Verwendung von Hanföl ist keine Modeerscheinung. Es wird bereits seit Jahrhunderten in den östlichen Ländern eingesetzt, um die Nerven zu stärken und zu beruhigen, den Blutdruck zu senken sowie rheumatische Beschwerden und Symptome der Wechseljahre zu bekämpfen. Das ist aufgrund folgender Wirkstoffe möglich:
- mehrfach ungesättigte Fettsäuren (Linolsäure, Ölsäure, Palmitinsäure und alpha-Linolensäure)
- Vitamin E
- Vitamin B1
- Vitamin B2
- Mineralstoffe (Magnesium, Kalium, Eisen, Kalzium, Zink, Natrium, Phosphor und Kupfer)
Probleme mit der Haut lassen sich mit Hanftropfen im Fall von Neurodermitis und Schuppenflechte gut behandeln. Die Haut wird mit Feuchtigkeit versorgt und Entzündungsherde klingen ab. Mit diesen Eigenschaften lässt sich Hanföl auch in der Haarpflege einsetzen. Du kannst es pur auf Haut und Haar auftragen und einwirken lassen oder gleichzeitig mit einer Tagescreme verwenden.
Hanföl kann weiterhin bei Muskelverspannungen, Stimmungsschwankungen und Schlafproblemen helfen oder eingesetzt werden, um den Cholesterinspiegel zu senken.
Hanftropfen gegen Stress?
Da Hanföl einen beruhigenden Einfluss besitzt, profitiert auch dein Nervenkostüm von der Einnahme der Tropfen. Neben der entspannenden Wirkung sorgen viele Vitamine und Mineralien dafür, dass dein Körper mit ausreichend Nährstoffen versorgt wird. Zu den Symptomen von Nährstoffmangel gehören auch physische und psychische Unruhe, durch die der Stresspegel zusätzlich steigt.
Mit einem ausreichenden Nährstoffangebot, wie es unter anderem im Hanföl vorhanden ist, lassen sich Stresshormone und deren Auswirkungen reduzieren. Daher lässt sich sagen, dass Hanftropfen gegen Stress helfen, allerdings dämmen sie die Reaktionen auf Stress nur ein. Wenn du einen übervollen Terminkalender hast, Probleme in der Partnerschaft bestehen oder du mit deiner beruflichen Entwicklung unzufrieden bist, können diese Dinge für Stress sorgen. Das bedeutet, dass sich das chemische Gleichgewicht in deinem Körper durch Sorgen und Angstgedanken verschiebt. CBD kann also bei gestressten Eltern zur Beruhigung beitragen.
Die Ursache finden und beseitigen
Durch diese Einflüsse kommt es zu Symptomen wie Kopfschmerzen, Gereiztheit, Hautausschlägen und Angstzuständen. Darauf hat Hanföl einen positiven Einfluss, indem es gegensteuert. Solange die Ursachen von Stress jedoch nicht behoben und immer wieder neu angeschoben werden, gibt es nur vorübergehende Phasen der Besserung. Mutest du dir zu viel zu, zeigt dir der Körper diese Überforderung als Symptom an. Dann braucht es eine radikale Veränderung.
Manchmal geht es darum, aus seiner Komfortzone zu kommen, über die Grenzen zu gehen und damit über sich selbst hinauszuwachsen. Das kann physisch und psychisch anstrengend sein und erzeugt ebenfalls Stress. Allerdings eine gesunde Art von Stress, die der eigenen Entwicklung dient.
Krankmachender Stress ist dagegen etwas, das in deiner Psyche beginnt und eine gedankliche und gefühlsmäßige Reaktion auf deine Umwelt ist. Bekommst du diese Reaktionen in den Griff, reagierst du anders auf äußere Einflüsse, was sich in deinen körperlichen Reaktionen niederschlägt
Mögliche Wechselwirkungen im Vorfeld abklären
Wie bei allen Heilmitteln und Medikamenten können Wechselwirkungen auftreten, wenn du unterschiedliche Präparate gleichzeitig einnimmst. Dabei können sich ihre Wirkungen verstärken, aufheben oder eine Reaktion herbeiführen, die dem natürlichen Arbeiten des Körpers entgegenwirkt.
Nimmst du Antibiotika, Neuroleptika oder Schmerzmittel gleichzeitig mit Hanföl ein, kann es in Wechselwirkung zu Symptomen wie Übelkeit und Erbrechen, Benommenheit, Kopfschmerzen und niedrigem Blutdruck kommen. Auch die Einnahme von Beruhigungs- und Schlafmitteln kann zu den genannten Symptomen führen, da Hanföl ihre Wirkung möglicherweise verstärkt. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn du an Epilepsie leidest oder blutverdünnende Mittel einnimmst. Hier solltest du dir im Vorfeld den Rat eines Arztes einholen.
Fazit
Hanftropfen können bei Stress helfen, aber sie wirken bei jedem Menschen auf individuelle Weise. Allgemeine Aussagen lassen sich nicht treffen, weil ihre Wirkungsweise von den körperlichen Gegebenheiten des Menschen abhängig ist. In jedem Fall helfen sie bei der Entspannung und können dafür sorgen, dass sich die Stimmung verbessert, Angstzustände gemildert werden und auch das Hautbild durch den Einsatz von Hanföl profitiert. In Bezug auf Stress können Hanftropfen den Geist beruhigen, sodass du dich angstfreier und gelassener mit den Ursachen eines stressvollen Lebens auseinandersetzen kannst.