
Bei nahezu allen Paaren läuft es zu Beginn im Bett großartig. Die Lust kennt keine Grenzen und man kann kaum die Finger voneinander lassen. Mit der Zeit kehrt aber der Alltag ein und nicht immer hat jeder gleich Lust auf Sex. Dies kann sowohl bei Frauen als auch bei Männern vorkommen und ist vollkommen normal, solange es kein Dauerzustand ist. Wenn es jedoch einmal soweit kommt, dass ein Partner sexuell frustriert ist, dann ist Handeln angesagt. Zumindest, wenn euch eure Beziehung noch wichtig ist.
Wann spricht man von sexueller Frustration?
Wenn eine Zeit lang Ruhe ins Bett einkehrt, ist das noch lange kein Grund, besorgt zu sein. Viele Dinge beeinflussen die sexuelle Lust und nicht jeder Mensch tickt gleich. So kann es Phasen geben, in der Frau keine Lust hat, aber auch Männer wollen nicht in jeder Situation Sex.
Ist man seit langer Zeit zusammen, so werden sich auch die Prioritäten ändern. Während man am Beginn einen Orgasmus nach dem nächsten jagd, werden mit der Zeit andere Themen wichtiger und die Vertrautheit zwischen Mann und Frau wird tiefer. Kommen dann auch noch Kinder oder Stress in der Arbeit dazu, kann dies schnell zur sexuellen Unlust führen. Hält diese über einen längeren Zeitraum an schadet es sicher nicht, sich mit dem Thema ein wenig auseinanderzusetzen.
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Wann muss ich mir Sorgen um meine Beziehung machen?
Zu allererst musst du dir Sorgen machen, wenn du selbst unzufrieden mit deinem sexuellen Alltag bist. Hast du das Gefühl dass dein Partner dir im Bett zu wenig Aufmerksamkeit entgegenbringt oder dich sexuell nicht mehr befriedigen kann wie beim ersten Mal, dann ist es an der Zeit der Sache auf den Grund zu gehen.
Auf der anderen Seite kann es aber auch sein, dass dein Partner mit eurem Sexualleben nicht zufrieden ist. Das ist oft schwer herauszufinden, da viele Menschen nur ungern über ihre sexuellen Bedürfnisse sprechen und lieber enttäuscht sind und schweigen, statt das Gespräch zu suchen. Dabei ist Sex eine wichtige Sache im Leben über die in jeder Partnerschaft offen gesprochen werden soll. Natürlich spielt ab einer gewissen Intensität die Liebe eine weitaus größere Rolle als die Sexualität. Doch wenn einer der Partner am mangelnden Sexleben leidet, stellt dies sehr wohl ein Problem dar, über das man sich Gedanken machen muss.
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Woran kann es liegen, dass mein Partner an sexueller Unzufriedenheit leidet?
Die Ursachen, warum die Lust nachlässt, sind vielfältig. Zum einen nimmt man nach den ersten Wochen die rosarote Brille ab und erlebt den anderen so, wie er wirklich ist. Mit all seinen Fehlern scheint er vielleicht nicht mehr ganz so anziehend zu sein. Hier passen Mann und Frau dann eventuell nicht perfekt zusammen und die Beziehung wird langfristig nicht funktionieren, da Liebe im Leben im Normalfall wichtiger ist als die Sexualität. Trotzdem will jeder in seinem Leben ein Mindestmaß an Sexualität erleben. Wenn du das Gefühl hast, dass es bei euch da Probleme gibt, solltest du versuchen, der Sache auf den Grund zu gehen. Oft liegt es einfach daran, dass:
- Frauen und Männer unterschiedliche erotische Bedürfnisse haben, die der Partner kennen muss, um den anderen glücklich zu machen.
- du oder dein Partner unter ständigem Stress leiden und ihr in letzter Zeit ein wenig aus den Augen verloren habt, dass eine Beziehung auch Arbeit bedeutet.
- der andere mit sich selbst körperlich unzufrieden ist und deswegen kein starkes sexuelles Verlangen hat.
- die Partner zu unterschiedlich in ihren sexuellen Bedürfnissen sind. Trotz großer Gefühle kann es sein, dass sie deswegen nicht zusammenpassen.
Was tun? Sexueller Frustration den Kampf ansagen
Du glaubst an deine Beziehung und willst, dass es im Bett wieder bei euch läuft. dann musst zu zuerst einmal herausfinden, wo euer Problem liegt. Eine der häufigsten Ursachen ist Stress. Vor allem Frauen brauchen Ruhe und Entspannung, um sich dem Sex hingeben zu können.
Wenn Stress Sex verhindert, ist es insofern tragisch, da guter Sex sehr entspannend ist und somit das Problem gleichzeitig der Lösung im Weg steht. Deswegen ist es ratsam, sich selbst und den Partner in die passende Stimmung zu bringen, gerade wenn es im Moment nicht perfekt läuft.
Sollte das Problem darin liegen, dass in der Beziehung einer viel Sex in der Woche und eventuell sogar außergewöhnlichen Sex braucht, während der andere genügsam ist, kann man die Möglichkeit einer offenen Beziehung in Betracht ziehen. Natürlich muss dieser Schritt gut überlegt sein, denn eine offene Beziehung ist nicht jedermanns Sache. Wenn die Liebe groß genug ist und man sich darauf einigen kann, ist es aber mit Sicherheit für beide besser als eine Affäre.
Oft hilft es auch, zusammen offen über die eigenen Bedürfnisse zu reden und sich auszutauschen, wie der Partner dazu steht. Viele holen sich in dieser Situation auch Hilfe von einem Therapeuten. Finde heraus, worauf der andere steht, sei neugierig und lass dich darauf ein! Wenn ihr gemeinsam neue Erfahrungen macht, wird wieder Feuer in eure Beziehung kommen und die sexuelle Frustration wird bald der Vergangenheit angehören.
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