
Bei Schuppenflechte oder Psoriasis handelt es sich um eine chronisch entzündliche Erkrankung der Haut. Die Schuppenflechte ist nicht heilbar. Sie kann aber durch verschiedenste Maßnahmen gemildert werden. Wie die Forschung heute weiß, hängen Haut und Darm eng zusammen. Deshalb spielt auch die Ernährung für eine dauerhaft erscheinungsfreie Haut bei Psoriasis oder Psoriasis-Arthritis eine große Rolle.
Welche Ernährung hilft bei Schuppenflechte oder Psoriasis-Arthritis?
Eine ausgeprägte Psoriasis kann Ursache für viele weitere Erkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck oder Fettleber sein. Gerade hier kann die Ernährung auch zur Milderung von den entsprechenden Begleiterkrankungen beitragen.
Für einen gesunden Lebensstil sollten Menschen mit Psoriasis Übergewicht vermeiden. Bewegung an der frischen Luft, Sporteinheiten, aber auch die richtige Ernährung sind neben Medikamenten wichtiger Teil der Therapie. So sollte man bei Schuppenflechte vor allem zu Gemüse greifen. Fünf Portionen am Tag mit saisonalen Sorten gelten als ideal und gesund.
Die Ernährung bei Schuppenflechte sollte zudem viele Antioxidantien enthalten. Antioxidantien unterstützen die Neutralisation von freien Radikalen im Körper. Gesunde Lebensmittel, die viele Antioxidantien enthalten, wirken entzündungshemmend und können den chronischen Entzündungen der Haut und bei Psoriasis-Arthritis dem Rheuma entgegenwirken. Zu den Nahrungsmitteln mit besonders vielen Antioxidantien gehören unter anderem Beerenfrüchte wie Himbeeren oder Heidelbeeren oder Ananas.
Vor allem bei Psoriasis-Arthritis, die neben Entzündungen der Haut auch Gelenksentzündungen hervorruft, hat eine gesunde Ernährung einen positiven Einfluss. So gehören neben viel Gemüse und Obst auch Hülsenfrüchte und Fisch mit zu den Lebensmitteln, die einen positiven Effekt auf die Krankheit haben.
Zum Kochen und Braten sollte man bei Schuppenflechte zu hochwertigen Ölen greifen. Dazu gehören Hanföl oder Leinöl, die wie Fisch viele Omega-3-Fettsäuren enthalten.
Welches Essen sollte man bei Psoriasis und Psoriasis-Arthritis vermeiden?
Studien bestätigen, dass die richtige Ernährung mit weniger Fleisch auf dem Speiseplan die Schuppenflechte bessern kann und auch für Menschen ohne die Erkrankung gesund ist. Denn im Fleisch ist Arachidonsäure enthalten, die entzündungsfördernd wirkt. Sie steckt vor allem in Schweinefleisch, Kalbfleisch oder fetten Milchprodukten.
In Fisch und Meeresfrüchten ist Arachidonsäure ebenfalls enthalten. Hier hält sie sich aber mit den hochwertigen Omega-3-Fettsäuren die Waage, die entzündungshemmend wirken. Deshalb sollten bei Psoriasis-Patienten vor allem Seefische wie Lachs, Makrele und Hering mindestens zweimal die Woche auf dem Speiseplan stehen. Sie liefern außerdem Vitamin D.
Was sind deine Tipps für den Umgang mit Schuppenflechte? Oder was möchtest du anderen Betroffenen mit auf den Weg zu dauerhaft erscheinungsfreier Haut geben?
Im Internet gibt es verschiedene Plattformen auf denen du deine eigene Psoriasis-Botschaft veröffentlichen kannst und die so anderen Betroffenen helfen kann, besser mit ihrer Krankheit umzugehen. Unter anderem kannst du hier auch Erfahrungen mitteilen, wie deine Ernährung mit dem Verlauf deiner Schuppenflechte zusammenhängt.
Hier erfährst du außerdem die persönlichen Geschichten von Erkrankten und ihren Umgang mit der Psoriasis. Das kann dir nicht nur helfen, zu erkennen, dass du mit deinem Problem nicht alleine bist, sondern dir auch wertvolle Tipps für den Alltag mitgeben.
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Trigger: Welche Ernährung kann Schübe bei Psoriasis auslösen?
Es gibt Lebensmittel, die eine Psoriasis oder Psoriasis-Arthritis "triggern" können. Das bedeutet, dass sie einen Krankheitsschub auslösen. Zu diesen Lebensmitteln gehören:
- Alkohol wie Wein und Hochprozentiges
- scharfe Gewürze, Kaffee oder
- bestimmte Nüsse.
Solche "Trigger" filtert man am besten mit einem Ernährungstagebuch heraus. Dazu notierst du täglich, was du getrunken hast und welche Nahrungsmittel du wann gegessen hast. Zusätzlich notierst du, ob sich bei deiner Schuppenflechte direkt danach Hautveränderungen zeigen oder bei einer Psoriasis-Arthritis Beschwerden in den Gelenken einstellen. Wenn der Verdacht besteht, dass nach dem Genuss bestimmter Nahrungsmittel die Psoriasis oder Psoriasis-Arthritis verstärkt wird, sollte man diese unbedingt meiden.
Welche Therapien und Behandlungen können bei Schuppenflechte helfen?
Patienten mit einer schwereren Verlaufsform der Psoriasis mit Beschwerden wie Rheuma kommen oft nicht ohne Medikamente aus. Die Erkrankung ist bis heute nicht heilbar, allerdings kann sie mit Medikamenten sowie durch einen gesunden Lebensstil und eine gesunde Ernährung positiv begleitet werden.
Neben der Ernährung gehört die richtige Pflege der Haut zur Basis der Behandlung bei Schuppenflechte oder Psoriasis. Optimal für die Therapie sind rückfettende Ölbäder, Duschöle und fettreiche Salben und Cremes. Bei einer leichten Verlaufsform der Schuppenflechte kann eine lokale Behandlung mit Corticosteroiden oder Calciumneuroinhibitoren helfen.
Dank moderner Therapien ist es heute möglich, viel höhere Ziele zu stecken, als noch vor einigen Jahren. Bei mittelschwerer bis schwerer Schuppenflechte kann es bei einem Großteil der Betroffenen sogar gelingen, nahezu oder vollständig erscheinungsfreie Haut zu erreichen.
Wenn du an Psoriasis erkrankt bist, sprich am besten mit deinem Hautarzt über deine Erkrankung und die adäquate Behandlung.